Werbung

Werbung

Gefahrgutunfall: Etliche Einsatzkräfte im Einsatz

Zeven. Zu dem Gefahrgutunfall in Zeven, der sich heute Vormittag ereignet hat, ist auch ein Einsatzbericht von Kreis-Feuerwehrpressesprecher Jonas Hermonies eingegangen. Demnach sind zu dem Unfall diverse Feuerwehren aus der Samtgemeinde Zeven und Umgebung sowie der Gefahrgutzug und weitere Führungskräfte des Landkreis Rotenburg (Wümme) und der Rettungsdienst nach Zeven alarmiert worden.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte am Kreisel an der B71 lag ein Anhänger eines Taktors im Kreisverkehr auf der Seite. Der Anhänger war mit vier IBC-Containern beladen, die Propionsäure enthielten. Zwei der Behälter waren beschädigt, wodurch größere Mengen Flüssigkeit austraten. Zunächst wurde der gesamte Gefahrenbereich weiträumig abgesichert und in Abstimmung mit der Polizei vollständig gesperrt, um Unbefugten Zutritt zu verhindern. Auch die anliegenden Gewerbebetriebe wurden vorsorglich geräumt.

Anschließend erfolgte die Erkundung der Lage unter besonderer Einsatzkleidung, die gegen Säuren schützt. Dabei wurden durch den Gefahrgutzug Messungen durchgeführt und der austretende Stoff eindeutig als Propionsäure identifiziert. Die beschädigten IBC-Container wurden durch die Einsatzkräfte provisorisch abgedichtet, um den weiteren Austritt zu stoppen. Auslaufende Flüssigkeit wurde mit Chemikalienbindemitteln aufgenommen.

Um eine Gefährdung der Umwelt zu vermeiden, errichtete die Feuerwehr zusätzlich Sperren und Barrieren an den Einläufen der Oberflächenentwässerung, um ein Eindringen der Säure in die Kanalisation zuverlässig einzudämmen. Jedoch war bereits vor Eintreffen der Feuerwehr eine nicht unerhebliche Menge der Säure in die Kanalisation gelaufen, so dass diese im Nahbereich mit Messgerät überprüft werden musste, ob sich die Säure weiter ausgebreitet hatte.

Im weiteren Verlauf unterstützte der Gefahrgutzug die Arbeiten vor Ort. Gemeinsam wurden die beschädigten Behälter mit einer Gefahrstoffumfüllpumpe geleert und die verbliebene Propionsäure in intakte Ersatzbehälter umgepumpt. Nach Abschluss der Sicherungsmaßnahmen wurde eine Fachfirma mit der Spezialreinigung der kontaminierten Fahrbahnflächen sowie der fachgerechten Entsorgung der Bindemittel beauftragt.

Die Maßnahmen dauerten mehrere Stunden an. Der Bereich blieb bis in den Nachmittag vollständig gesperrt. Fotos Feuerwehr


Werbung

Nach oben scrollen