Sittensen. Die Gemeinde Sittensen setzt auf Tradition. Denn: Seit vielen Jahren wird das neue Jahr im Januar mit einem Empfang in der Wassermühle begrüßt. Eingeladen waren auch diesmal wieder lokale Akteure aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Wirtschaft, Feuerwehr, Polizei, der Patenkompanie aus der Fallschirmjäger-Kaserne Seedorf und weitere Ehrenamtliche. Im Mittelpunkt dieser bewusst locker gehaltenen Veranstaltung steht der zwanglose Austausch. So bietet der Stehempfang Raum für Begegnungen und Netzwerken.
In diesem Jahr hatten für den aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesenden Bürgermeister Diedrich Höyns gestern Abend seine Stellvertreter Alfred Flacke und Thomas Miesner den Part der Gastgeber übernommen – und sowohl einen Rückblick auf das vergangene Jahr als auch einen Ausblick auf die kommenden Vorhaben gegeben.
Verleihung der Dionysius-Medaille
Auch die Ehrung einer verdienten Bürgerin gehörte zum offiziellen Teil der Zusammenkunft. Jutta Fettköter durfte als ehemalige, langjährige Vorsitzende des Seniorenbeirates der Samtgemeinde Sittensen die Dionysius-Medaille der Gemeinde entgegennehmen.
Miesner und Flacke würdigten ihr langjähriges, besonderes Engagement und ihre kreativen Impulse. So ist denn auch die Medaille ein Zeichen der Anerkennung und Motivation für aktives Bürgerengagement. „Ohne Ehrenamt funktioniert eine Demokratie nicht“, verdeutlichten die beiden stellvertretenden Bürgermeister. Die Geehrte bestätigte das sogleich: „Ehrenamt macht glücklich.“ „Du hast dich immer mit viel Herzblut eingesetzt, warst hartnäckig, konsequent, zielorientiert und auch mal anstrengend, aber hast dadurch viel bewegt“, lobte Miesner das Wirken von Jutta Fettköter.
Die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements zog sich auch durch die Redebeiträge. Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen am 13. September appellierten Miesner und Flacke dafür, sich als Kandidatin oder Kandidat einer demokratischen Partei aufstellen zu lassen, um Politik in der Gemeinde mitzugestalten und eigene Ideen einzubringen. „Wir alle sind für Sittensen gemeinsam verantwortlich. Bis auf den Samtgemeindebürgermeister sind alle anderen Ämter Ehrenämter. Sie bieten Einblick in den Maschinenraum der Demokratie. Man erfährt hautnah, wie Politik funktioniert und lernt interessante Menschen kennen“, gab Flacke zu verstehen.
„Demokratie fängt zu Hause an. Sich einzusetzen für das soziale Wohlergehen in der Gemeinde ist gelebte Demokratie“, ergänzte Miesner, der zuvor auch auf die prägendsten Themen in der globalen Welt eingegangen war: „Krieg, Klimaschutz, Künstliche Intelligenz. Diese Themen werden uns auch weiterhin beschäftigen und beeinflussen“, erklärte er.
Der Abend klang mit Zeit für persönliche Gespräche in geselliger Runde aus. (hm) Fotos Meyer
Foto oben: Die stellvertretenden Bürgermeister Alfred Flacke (links) und Thomas Miesner (rechts) mit der Geehrten Jutta Fettköter.