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Lesung von Tina Mareike Kuschel berührt Publikum

Rotenburg (Wümme). Die Autorin, Illustratorin und Künstlerin Tina Mareike Kuschel hat gestern Abend im „Aira“ in der Elise-Averdieck-Straße 17 in Rotenburg (Wümme) aus ihrem Buch „Happy Hippotrophie – Mein Leben mit Adipositas, Liebe, Chips und Schokolade“ gelesen. Das Veranstaltungszentrum wurde damit zu einem besonderen Ort. Gut 70 Gäste füllten den Raum und lauschten gebannt der klaren und lebendigen Stimme der Vorlesenden. Schon nach wenigen Minuten war es außergewöhnlich still. Denn: Tina Mareike Kuschel hat nicht einfach vorgelesen, sie hat erzählt – verständlich, nahbar und mit einem natürlichen Rhythmus, der die Zuhörenden sogleich mitgenommen hat.

Organisiert wurde die Lesung von der Adipositas-Selbsthilfegruppe Rotenburg (Wümme). Gruppenleiter Sascha Pies war sichtlich berührt: „Wir sind dankbar, dass wir diese Begegnung ermöglichen durften. Es war ein Abend auf Augenhöhe, ehrlich und nah. Genau solche Momente machen unsere Selbsthilfe lebendig.“ Darüber hinaus fand er einfühlsame und anerkennende Worte für das Werk der Autorin. „Am Ende blieb eine warme, respektvolle Atmosphäre und das Gefühl bei allen Beteiligten, einen Abend erlebt zu haben, der weit über eine klassische Lesung hinausging“, resümiert die Autorin und zeigt sich immer noch gerührt.

In ihrem Buch beschreibt Kuschel ihre persönliche Abnehmreise mit allen Herausforderungen, Zweifeln und Rückschlägen. Der Einblick ist realitätsnah und ungeschönt. Eben das machte die Lesung denn auch so eindrucksvoll. „Immer wieder war spürbar, wie sehr sich Menschen im Publikum wiedergefunden haben. Manchmal wurde geschluckt, manchmal leise gelächelt“, lässt die Autorin wissen. Sie freut sich, dass sie ihren Gästen einen Hörgenuss bieten konnte, der zum Innehalten und Nachdenken anregen konnte.

Trotz aller Umstände hat Tina Mareike Kuschel ihren Weg konsequent weiterverfolgt und demonstrierte auch an diesem Abend ihre starke Persönlichkeit. Sie vermittelte Kraft und Zuversicht und machte deutlich, dass es sich lohnt zu kämpfen. „Viele Besucher äußerten im Anschluss, wie sehr sie der Abend ermutigt hat, sich den eigenen Themen zu stellen“, so Kuschel.

Sichtlich bewegt ist sie, dass auch ihre medizinischen Wegbegleiter, der Chefarzt der plastischen Chirurgie am Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg, Dr. med. Nils-Kristian Dohse, sein Kollege Dr. Peeters sowie Mitglieder des Pflegepersonals unter den Gästen waren. „Diese Menschen an meiner Seite zu wissen, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und Stolz“, betont Kuschel. Fotos Heiko Hastedt


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