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Info-Café: Lungenkrebsscreening und Unterstützung für Kinder an Krebs erkrankter Eltern

Rotenburg (Wümme). Die Veranstaltungsreihe „Info-Café für Krebspatienten“ startet mit einem neuen Jahresprogramm. Experten des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg informieren in verständlichen Vorträgen über aktuelle Themen rund um das Leben mit einer Krebserkrankung. Eingeladen sind Betroffene, Angehörige sowie alle Interessierten. Die Auftaktveranstaltung 2026 findet am Mittwoch, 29. April, 15 Uhr, im Esssaal des Mutterhauses statt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Zwei Themen stehen im Mittelpunkt: „Lungenkrebsscreening“ und „In einem Boot – Vorstellung der Gruppe für Kinder an Krebs erkrankter Eltern und Familien.“ Referenten sind Priv.-Doz. Dr. med. Ruben Mühl-Benninghaus, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Neuroradiologie, sowie Diplom-Psychologe Klaus Henner Spierling, Sozialpädiatrisches Zentrum.

Lungenkrebs zählt zu den häufigsten und gefährlichsten Tumorerkrankungen – oft, weil er lange Zeit keine typischen Beschwerden verursacht. Ein Früherkennungsprogramm, das sogenannte Screening, kann das Risiko einer späten Diagnose verringern und dadurch die Behandlungschancen deutlich verbessern. In seinem Vortrag bietet Dr. Mühl-Benninghaus einen umfassenden und allgemein verständlichen Einblick in das Lungenkrebsscreening mittels Low-Dose-CT, eine Methode, die zunehmend an Bedeutung gewinnt und ab April 2026 in begründeten Fällen eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ist. Er erläutert die Grundlagen, Abläufe und Ziele dieses Screenings und beschreibt, für wen dieses Diagnoseverfahren geeignet ist. Der Chefarzt zeigt Nutzen und auch Grenzen auf und gibt einen Ausblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Lungenkrebsfrüherkennung.

Im zweiten Teil dreht sich im Vortrag von Klaus-Henner Spierling alles um die Unterstützung für Kinder von an Krebs erkrankten Eltern. Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, gerät das Familienleben oft ins Wanken – besonders für Kinder, die oft in überfordernde Rollen als “Young Carer” geraten.

Besonders hilfreich können dann Angebote mit Multifamilienarbeit sein: ein Gruppenkontext, in dem mehrere Familien – Kinder und die Eltern – Gemeinsamkeit erfahren und im besten Fall voneinander lernen und füreinander hilfreich werden können. Dabei stellt er das Projekt “In einem Boot” vor, das in Rotenburg entwickelt wurde und in Kooperation mit dem Amt für Jugend und Familie sowie dem Diakonissen-Mutterhaus seit einigen Jahren durchgeführt wird. Orientiert an dem Kidstime-Modell können sich Familien in geschützter Atmosphäre austauschen. In der Zusammenarbeit von Psychoonkologie und kreativer Gruppenarbeit entsteht mit den Familien eine Mischung aus Information, Gruppendiskussion und spielerisch-gestaltender Arbeit im Miteinander.

Die Vorträge richten sich ausdrücklich an interessierte Laien, Betroffene sowie Angehörige und möchten Mut machen, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Kostenpflichtige Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz auf dem Mutterhausgelände: schranken- und bargeldlos.

BUZ: Priv.-Doz. Dr. Ruben Mühl-Benninghaus, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Neuroradiologie

Diplom-Psychologe Klaus Henner Spierling, Sozialpädiatrisches Zentrum

Diakonie, Hintergründe

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