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Gelungene Eröffnung der Ausstellung „Feste feiern“

Sittensen. Im Beisein zahlreicher Gäste ist die Sonderausstellung „Feste feiern“ im Sittenser Handwerkermuseum am vergangenen Donnerstagabend offiziell eröffnet worden. Stilecht wurden sie mit Bowle aus historischen Bowleschüsseln samt passenden Gläsern und Obstpiekern begrüßt.

Bereits zu Beginn sorgte das Ambiente für besondere Aufmerksamkeit: Einige der Mithelfenden hatten sich dem Ausstellungsmotto entsprechend gekleidet und erschienen in Petticoats und Festtagskleidern der 1950er- und 1960er-Jahre. Auch eine auffällige, knallbunt gemusterte Bluse aus den 1970er-Jahren setzte einen farbenfrohen Akzent und unterstrich den zeitgeschichtlichen Rahmen der Ausstellung.

In ihrer Begrüßungsrede dankte Museumsleiterin und Kuratorin Kerstin Thölke insbesondere den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Heimatvereins der Börde Sittensen sowie Erika Jaschinski und Manuela David vom benachbarten Touristikbüro für ihre tatkräftige Unterstützung. Im Anschluss würdigte Stefan Tiemann, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins, die engagierte Arbeit Thölkes. Innerhalb nur eines Jahres sei es gelungen, eine vielfältige, interessante und spannende Ausstellung zusammenzustellen. Sein Dank galt zudem den örtlichen Geldinstituten, die das Projekt mit jeweils 500 Euro gefördert haben.

Großes Interesse bei den Gästen fanden die zahlreichen historischen Fotografien sowie besondere Ausstellungsstücke wie eine originalgetreu eingerichtete Kellerbar aus den 1980er-Jahren. Ebenfalls ein Blickfang ist die historische Brauttracht mit der Sittenser Brautkrone, die als Leihgabe des Museum Kloster Zeven gezeigt wird. Für eine akustische Zeitreise sorgte Erwin Bachmann mit einer Schallplattenvorführung, bei der der „Sound“ der 1960er-Jahre noch einmal lebendig wurde. Auf drei Medienstationen können Besucher darüber hinaus Aufnahmen von Erntefesten entdecken, die das gemeinschaftliche Feiern in der Region eindrucksvoll dokumentieren, Zeitzeugeninterviews zum Thema „Feste feiern“ lauschen, die persönliche Erinnerungen und Einblicke vermitteln oder mit Konzertfilmmitschnitten – etwa von den Scorpions im Niedersachsenhof oder von den Amigos – in vergangene Zeiten abtauchen.

Feste prägen den Jahreslauf und das persönliche Leben gleichermaßen. Sie stiften Gemeinschaft, bewahren Traditionen und geben Bräuche weiter. Besonders im ländlichen Raum haben sich jedoch die Orte des Feierns stark verändert – von Festen auf dem Hof hin zu Gaststätten und heute zu neuen Formen des Zusammenkommens. Die Ausstellung zeigt diese Entwicklung anhand öffentlicher Veranstaltungen – Erntefeste und privaten Anlässe wie Hochzeiten oder Geburtstagen – und gibt zugleich persönliche Einblicke in die Feierkultur der Börde Sittensen.

Die Ausstellung lädt vom 25. April bis zum 16. August samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr dazu ein, sich mit der Bedeutung von Festen auseinanderzusetzen – und vielleicht auch eigene Erinnerungen wiederzuentdecken. Fotos Heimatverein

 

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