Wohnste. Die Wohnster Senioren-Prellballer hatten sich erneut für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Am zweiten Mai-Wochenende traten sie in Dassel beim MTV Markoldendorf an. Die erhoffte Medaille blieb zwar aus, dennoch fiel das Resümee positiv aus.
Das Männer-50-Team ist fast identisch mit den 40ern der letzten Jahre. Da der jüngste Mitspieler Dennis Grimm für eine Saison an den SV Werder Bremen verliehen wurde, konnte der Rest in der Männer-50-Mannschaft antreten – die Altersklasse, in der es aktuell die meisten Teams bundesweit gibt und die alle das gleiche Ziel haben.
Die Mannschaft um Kapitän Olaf Rathjen hatte sich extra nochmal einen Trainingspartner nach Wohnste eingeladen, um die Aufstellung und die Abläufe zu festigen. Das funktionierte auch am Samstag in der Vorrunde ganz gut. In den Partien gegen Markoldendorf (33:30), Edingen (40:28) und Eisenberg (32:28) konnten sie überragend den Grundstein für die Endrunde legen und verloren nur die letzte Partie gegen den Favoriten und späteren Deutschen Meister aus Werder Bremen mit 24:36.
Mit diesem zweiten Platz hieß der nächste Gegner SV Weiler, der in der anderen Gruppe den dritten Platz belegte. Die Wohnster begannen anfangs recht nervös und liefen in der gesamten Partie einem knappen Rückstand hinterher. Somit ging die Partie mit 29:33 verloren. Weiler zog anschließend ins Finale ein.
Für den MTV – auch Jörg Höyns, Harald Klindworth und Jörg Rathjen traten an – blieb das Spiel um Platz fünf gegen die TSG Eisenberg. Erneut entwickelte sich wie in der Vorrunde eine enge Partie, doch die Wohnster Herren konnten das Spiel denkbar knapp mit 27:26 für sich entscheiden.
Die Männer 60 hatten andere Ziele. Nachdem sie sich im letzten Jahr zum ersten Mal mit einem Team qualifizieren konnten und in Ulm noch alle Partien verloren, sollte es in diesem Jahr nicht wieder der zehnte und letzte Platz werden.
Die Vorbereitungen liefen alles andere als glücklich. Bereits zu Saisonbeginn kündigte Schlagmann Bernd Meyer eine Verletzung an, die langwieriger sein könnte. Kurz vor den Norddeutschen Meisterschaften verletzte sich auch noch die Meckelser Leihgabe Johann Kogge. Bodo Klindworth und Udo Ehlert verstärkten sich kurzfristig mit Gerd Seba aus Kutenholz und Herbert Koller vom TSV Dörverden und schafften in dieser Besetzung die Qualifikation für die „Deutschen.“
In Dassel waren alle sechs Spieler wieder an Bord und kamen auch zum Einsatz. Am ersten Tag konnten sie erneut kein Spiel gewinnen. Lediglich gegen den SV Werder waren sie beim 29:31 nah dran.
So ging es am Sonntag um die Plätze sieben bis zehn. Zunächst stand die Mannschaft von Bremen-Ost gegenüber, die in der anderen Gruppe den vierten Platz belegte. Diesmal waren die Wohnster hochmotiviert und gingen schnell in Führung. Zur Halbzeit lagen sie mit fünf Bällen vorn. In der zweiten Halbzeit spielten sie souverän weiter, zeigten ihr bestes Prellball an diesem Wochenende und gewannen souverän mit 36:29. Somit der historisch erste Sieg einer Männer 60 bei nationalen Titelkämpfen. Im abschließenden Spiel um Platz sieben war aber nichts mehr zu holen. Somit blieb es am Ende bei Platz 8.
Den Titel holte der TSV Burgdorf. Dort spielen auch Helmut Hänning und Axel Nowark, die regelmäßig in Wohnste trainieren.
Eine weitere Medaille für einen Wohnster Spieler holte der „verliehene“ Dennis Grimm, der mit seinen Werderanern die Bronzemedaille bei den Männern 40 erzielte, nachdem sie erst im Entscheidungsspiel die Partie gegen Kleefeld um Silber verloren hatten. In der gleichen Altersklasse spielte auch der Wohnster Peter Flamme mit seinem Team von MTV Jahn Schladen, die auf dem undankbaren vierten Platz landeten. Foto Ehlert