Rotenburg (Wümme). Das Hospiz Zum Guten Hirten gGmbH feiert in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen. Seit der Eröffnung im Juni 2021 wurden im stationären Hospiz in Rotenburg (Wümme) insgesamt 488 schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet – gemeinsam mit ihren Angehörigen, Familien und Freunden.
Unter dem Motto „Wir feiern das Leben“ lädt das Hospiz-Team am Sonntag, 7. Juni, herzlich zum Jubiläumsfest ein. Der Tag beginnt um 13 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche Zum Guten Hirten. Im Anschluss findet bis 17 Uhr ein offenes Jubiläumsfest im Hospiz am Therkornsberg statt.
Besucherinnen und Besucher erwartet ein Nachmittag mit Begegnungen, Gesprächen, Musik, Führungen durch das Hospiz, kreativen Angeboten, Kaffee und Kuchen sowie einem bunten Programm für Kinder. Ziel des Tages ist es, Einblicke in die Hospizarbeit zu geben und zugleich gemeinsam mit der Region auf fünf bewegende Jahre zurückzublicken.
„Viele Menschen verbinden Hospize ausschließlich mit Abschied und Trauer. Unsere Erfahrung ist jedoch: Im Hospiz wird gelebt – oft sehr intensiv, sehr ehrlich und manchmal sogar mit viel Lachen“, sagt Geschäftsführer Johannes Stephens. „Wir möchten an diesem Tag zeigen, was Hospizarbeit wirklich bedeutet: Nähe, Zeit, Menschlichkeit und ein würdevolles Leben bis zuletzt.“
Auch innerhalb des Teams wird die besondere Atmosphäre des Hauses immer wieder spürbar. „Das Hospiz ist für viele Menschen ein letzter Lebensort – aber zugleich auch ein Ort voller Begegnungen, Wärme und Menschlichkeit. Gerade die kleinen Momente machen diese Arbeit so besonders“, sagt Inga Hoops, organisatorische Leitung des Hospizes.
Maren Kirchner, Pflegedienstleitung des Hospizes, ergänzt: „Wir erleben jeden Tag, wie wichtig Zeit, Nähe und individuelle Begleitung für unsere Gäste und ihre Zugehörigen sind. Hospizarbeit bedeutet nicht nur Versorgung – sie bedeutet Beziehung.“
Das Hospiz Zum Guten Hirten wurde gegründet, um Menschen in ihrer letzten Lebensphase medizinisch, pflegerisch, psychosozial und seelsorgerlich zu begleiten. Heute arbeiten im Hospiz ein multiprofessionelles Team gemeinsam mit Ehrenamtlichen daran, Gästen und Zugehörigen ein möglichst selbstbestimmtes und geborgenes Umfeld zu ermöglichen. Gerade in den vergangenen fünf Jahren habe sich gezeigt, wie wichtig ein solcher Ort für die gesamte Region geworden sei. „Ein Hospiz ist weit mehr als eine Pflegeeinrichtung“, so Stephens. „Es ist ein Ort der Menschlichkeit – getragen von Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Spenderinnen und Spendern sowie einer großen regionalen Verbundenheit.“
Seit der Eröffnung im Juni 2021 ist das Hospiz Zum Guten Hirten für viele Menschen in der Region zu einem wichtigen Ort geworden. In den vergangenen fünf Jahren wurden insgesamt 488 Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet. Rund 43.824 Stunden Begleitung kamen dabei zusammen – Tag und Nacht, an 365 Tagen im Jahr. Durchschnittlich wurden pro Gast etwa 107 Zugehörige mit begleitet. Das Hospiz verfügt über neun Hospizplätze und versteht sich als ein Ort, an dem Zeit, Nähe und menschliche Zuwendung im Mittelpunkt stehen – rund um die Uhr.