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Förderpreis: Scheeßel ist „Landmusikort des Jahres 2026“

Audience seated in a hall watching a live stage performance; musicians on stage with a keyboard and microphone, projection screen shows a colorful 'SING' logo.

Scheeßel. Die Freude in Scheeßel ist groß. Denn: Der Deutsche Musikrat (DMR) und der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) haben Scheeßel als „Landmusikort des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Damit verbunden ist ein Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro. Gewürdigt werden mit dem Programm ländliche Kommunen, die sich durch ein besonders lebendiges Musikleben, starke Amateurmusik, innovative Formate und herausragendes ehrenamtliches Engagement auszeichnen.

Bürgermeisterin Ulrike Jungemann sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung für das außergewöhnliche kulturelle Miteinander im Ort: „Zunächst möchte ich im Namen der Gemeinde Scheeßel allen herzlich zu dieser erfolgreichen Bewerbung und dem damit verbundenen Förderpreis gratulieren. Mit der Bewerbung haben wir zeigen können, welche große Bedeutung die Musikkultur für unsere Gemeinschaft in Scheeßel hat. Diese Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung für die vielen Menschen, die sich bei uns mit Herzblut für Musik, Kultur und Miteinander einsetzen.“

Die Bewerbung geht maßgeblich auf eine Initiative von Bernd Braumüller, dem Vorsitzenden der KIS – Kulturinitiative Scheeßel e.V., zurück. Er hatte die Idee, Scheeßels musikalische Vielfalt und die enge Zusammenarbeit der örtlichen Akteure in einer gemeinsamen Bewerbung sichtbar zu machen. Zusammen mit einem Team aus der Scheeßeler Kulturszene – darunter Bernd Niewandt, Stefan Heitmann, Gaby Villwock, Birgit Ricke, Andreas Winterhalter und Anja Schürmann – sammelte er die Inhalte, stimmte sie ab und reichte die Bewerbung ein. Zusätzlich waren auch die Kirche, die Original Scheeßeler Trachtengruppe sowie die Beekscheepers in den Prozess eingebunden.

Dass Scheeßel nun ausgezeichnet wurde, ist Ausdruck einer bemerkenswert breiten musikalischen Basis. Chöre, Orchester, Spielmannszüge, kirchenmusikalische Gruppen, Traditionsensembles, freie Bands, Trachtengruppen und Kulturinitiativen prägen gemeinsam das kulturelle Leben. Gerade dieses Miteinander unterschiedlichster Akteure macht die Scheeßeler Musikszene so besonders.

Bernd Braumüller betont: „Diese Auszeichnung ist kein Preis für einzelne, sondern für das Zusammenspiel vieler. Genau das macht Scheeßel aus: Hier arbeiten ganz unterschiedliche Gruppen mit großer Offenheit zusammen – ehrenamtlich, engagiert und mit viel Freude an Musik und Kultur.“

Das Preisgeld soll vollständig der Amateurmusik vor Ort zugutekommen. Geplant ist, die Verwendung gemeinsam mit den beteiligten Vereinen und Gruppen abzustimmen. Im Sinne des Förderprogramms sollen damit neue Impulse für die musikalische Zusammenarbeit in Scheeßel gesetzt und bestehende Strukturen weiter gestärkt werden. Nach der Bekanntgabe der Auszeichnung beginnt nun auch die Planung der offiziellen Preisübergabe in Scheeßel, die im zweiten Halbjahr 2026 stattfinden soll. Für Bürgermeisterin Ulrike Jungemann passt die Würdigung deshalb auch ganz besonders gut zum Selbstverständnis der Gemeinde: „Nicht ohne Grund heißt es bei uns seit vielen Jahren augenzwinkernd und zugleich sehr treffend: Scheeßel – hier spielt die Musik.“ Fotos KIS


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