Freetz. Die Freiwillige Feuerwehr Freetz ist am 15. März 1951 gegründet worden. Somit begeht die Wehr in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Das soll natürlich gebührend gefeiert werden: Mit einem großen Jubiläumsfest, das am 11. Juli stattfindet und ein unvergessliches Erlebnis für alle Freetzer und die Gäste werden soll.
Das Programm im Festzelt beim „Sprüttenhuus“ in Freetz beginnt um 14.30 Uhr. Im Rahmen dessen wird die Historie der Feuerwehr vorgestellt, außerdem kommen Gäste zu Wort. Daran schließt sich ein gemeinsames Kaffeetrinken und Kuchenessen an.
Wettbewerbe und Party
Wettbewerbe nach Heimberg-Fuchs finden ebenfalls statt. Der Empfang der Wehren ist um 18 Uhr geplant, um 18.30 gehen die teilnehmenden Feuerwehrgruppen an den Wettbewerbsstart. Ab 21 Uhr soll gefeiert werden, für Partystimmung wird DJ Alex sorgen. Der Eintritt ist frei.
Zur Historie: Bevor es zur Gründung einer eigenen Feuerwehr kam, wurde zunächst 1949 Freetz selbständig. Bis dahin gehörte der Ort zu Kalbe. Und Kalbe war bis zu dem Zeitpunkt auch für den Brandschutz in Freetz zuständig.
1951 wurde ein Feuerwehr-Gerätehaus errichtet. Uniformen erhielten die Feuerwehr-Mitglieder erst im Jahr 1953 und 1954. Eine neue TS 8/8 wurde 1958 von der Gemeinde für die Feuerwehr angeschafft. 1962 wurde die Freetzer Wehr zum ersten Einsatz gerufen. Die Wettkampfgruppe sammelte erfolgreich auf diversen Unterkreis-Feuerwehrfesten ihre Erfahrungen. 1967 richteten die Freetzer das erste Feuerwehrfest aus.
Gemeindebrandmeister Diedrich Holst übergab seinen Posten nach über 20 Jahren an Hauptfeuerwehrmann Egon Cöllen. 1974 erhielt die Freetzer Wehr wieder eine neue Spritze TS 8/8. Das 25-jährige Jubiläum wurde 1976 im Festzelt gefeiert.
1976 war auch das Geburtsjahr der „Saalgemeinschaft.“ Die Feuerwehren Freetz und Lengenbostel haben nach der Aufarbeitung des Februarsturms im Thörenwald 1972 einen Saalboden gefertigt, der für das Auslegen der Reithalle der Familie Hinrichs in Lengenbostel ausreichte. Ende August 1976 fand dort das erste Sommerfest der beiden Wehren statt. Das zweitägige Festprogramm wiederholte sich jährlich und wurde auf Anhieb zu einem großen Publikumsmagneten auch über die Gemeindegrenze hinaus.
1977 wurden entscheidende Weichen für die Zukunft der Wehr gestellt. Der Antrag auf Erwerb eines Grundstücks zum Bau eines neuen Feuerwehr-Gerätehauses wurde gestellt. Ebenso wurde der Wehr ein Fahrzeug zugesagt.
1978 fand eine Ortsversammlung zum Thema „Neubau eines Feuerwehrhauses“ statt. Bis dahin fanden die Jahreshauptversammlungen immer in Garagen, Scheunen oder Werkstätten von Kameraden statt. Das neue Feuerwehrhaus wurde am 16. Juni 1979 eingeweiht. Gleichzeitig erhielten die Freetzer ihr erstes Feuerwehrfahrzeug, einen VW Bully T2. Zu dem Zeitpunkt gehörten 35 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Freetz an.
Das Jubiläum „40 Jahre Freiwillige Feuerwehr Freetz“ wurde 1991 an vier Tagen in der Weide von Familie Stemmann gefeiert. Die Wehr hatte zu dem Zeitpunkt 37 aktive Mitglieder und zehn Kameraden in der Altersabteilung.
1995 gab es einen Führungswechsel. Nach 22 Jahren an der Spitze der Freetzer Feuerwehr stellte Egon Cöllen seinen Posten zur Verfügung. Sein Sohn, Jörg Cöllen, wurde einstimmig zum Ortsbrandmeister gewählt. Stellvertreter wurde Hermann Stemmann jr.
2001 feierte die Wehr das 50-jährige Jubiläum im Festzelt auf dem jetzigen Gelände des „Sprüttenhuus.“ In diesem Jubiläumsjahr besteht die Freetzer Wehr aus 50 Mitgliedern, 37 aktive und 13 in der Altersabteilung. Im gleichen Jahr nahmen die Freetzer am 31. Oktober das neue Fahrzeug, einen VW LT, in Empfang.
Erstmals fand im Jahr 2013 für die Freetzer und weitere Interessierte ein Tag der offenen Tür statt.
Baubeginn für das neue Dorfgemeinschaftshaus war 2019, viele freiwillige Helfende hatten sich bereiterklärt, mit Eigenleistung den Bau zu unterstützen.
Einen Führungswechsel gab es 2022. Jörg Cöllen stellte sein Amt nach 27 Jahren zur Verfügung. Heiko Wollenberg wurde einstimmig zum Brandmeister gewählt, sein Stellvertreter Steffen Schölermann erhielt ebenfalls ein einstimmiges Votum.
Im gleichen Jahr wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus, das nach Abstimmung unter den Einweihungsgästen „Sprüttenhuus“ getauft wurde, eingeweiht. (hm)