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Sittensen. ANZEIGE. Sebastian Brandt, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Sittensen, äußert sich zur Kommunalwahl am 13. September.

Das Motto der SPD lautet „Aus Liebe zum WIR.“ Was bedeutet das für die Menschen vor Ort?

Ganz einfach: Wir wollen Politik machen, die man direkt im Alltag spürt und versteht. Uns geht es nicht um Parteigeplänkel, sondern um das echte Zusammenleben in unseren neun Dörfern. Ob Spielplatz, Feuerwehrhaus oder Radweg – wir schauen nicht nur bis zum eigenen Ortsschild, sondern halten als Samtgemeinde fest zusammen.

In fünf von acht Gemeinden werden Frauen auf Platz eins der Wahllisten ins Rennen geschickt. War das ein gezielter Plan?

Wir machen das nicht, weil wir irgendeine Vorgabe erfüllen müssen, sondern weil wir es können und wollen. Wir haben starke, kompetente Frauen vor Ort, die Verantwortung übernehmen und anpacken wollen. Kommunalpolitik braucht den Blickwinkel von Frauen, Männern, Jung und Alt gleichermaßen. Wir setzen das auf unseren Listen konsequent in die Tat um.

Warum stellt die SPD niemanden für das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Sittensen auf?

Wir sagen ganz offen: Erst kommt das Wahlergebnis, dann die Personalentscheidung. Wir wollen keine Posten im Vorfeld verteilen oder Hinterzimmerabsprachen treffen. Am Sonntag entscheiden allein die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Stimmen, wer im Rat sitzt. Auf Basis dieses Wählerwillens setzen wir uns im neu gewählten Rat zusammen und wählen die beste Spitze für unsere Gemeinde. Sachorientiert, transparent und ohne Parteitaktik vorab.

Im SPD-Wahlprogramm wird mehr Rückendeckung für Feuerwehren, Ehrenamt und Vereine gefordert. Wo genau soll angesetzt werden?

Unsere Freiwilligen Feuerwehren und die vielen Vereine sind das Herzstück unserer Dörfer. Dabei darf Sicherheit keine Frage des Geldes oder des Wohnortes sein. Wir müssen verlässlich in moderne Ausrüstung, Fuhrparks, Gerätehäuser und die Jugendfeuerwehren investieren. Gleichzeitig wollen wir den Vorständen in unseren Sport- und Kulturvereinen den Rücken stärken und sie partnerschaftlich bei organisatorischen Aufgaben unterstützen, damit für die Ehrenamtlichen wieder das eigentliche Vereinsleben und das Miteinander im Mittelpunkt stehen.

Beim Thema Kinder und Familien spricht die SPD oft über Spielplätze und Kitas. Was soll sich da tun?

Spielplätze sind die Treffpunkte für Familien im Dorf. Viele Plätze sind in Ordnung, aber im Hochsommer knallt die Sonne drauf. Wir brauchen feste Beschattungen durch Sonnensegel und Bäume. Außerdem müssen Spielgeräte so gestaltet sein, dass alle Kinder gemeinsam spielen können, ganz egal ob mit oder ohne Einschränkung. Und bei den Kitas gilt: Eltern brauchen verlässliche und bedarfsgerechte Betreuungszeiten, um Familie und Beruf planbar unter einen Hut zu bekommen.

Wie soll gutes und bezahlbares Wohnen für alle Generationen in den Dörfern gesichert werden?

Niemand soll sein Heimatdorf verlassen müssen, nur weil man älter wird oder sich die Lebenssituation ändert. Wir brauchen einen Bürgerbus, damit auch Menschen ohne eigenes Auto mobil zum Einkaufen oder zum Arzt kommen sowie barrierefreie Haltestellen. Zudem setzen wir uns für eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft und eine Wohnungs-Tauschbörse Alt gegen Neu ein: So könnten ältere Menschen unkompliziert in eine barrierefreie, kompakte Wohnung im Ort wechseln und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum für junge Familien freimachen.

Auch Straßen, Radwege und Verwaltung stehen in der Kritik. Welche Lösungen schlägt die SPD vor?

Wir müssen weg von der reinen Flickschusterei bei Schlaglöchern und Gehwegen und hin zu einem verlässlichen, transparenten Sanierungsplan für alle Gemeindestraßen. Radwege müssen zügig ausgebaut und repariert werden, damit Schulkinder und Berufspendler sicher unterwegs sind. Vor allem aber wollen wir eine moderne, bürgernahe Verwaltung: Durch die Einführung einer Sittensen-App wollen wir digitale Bürgerservices erleichtern. Wir wollen transparente Ratsarbeit, offene Kommunikation und echte Bürgerbeteiligung etablieren, bei der den Menschen zugehört wird, bevor Entscheidungen getroffen werden.

Auf den SPD-Flyern sieht man auch Kandidierende unter 35 Jahren. Warum sollten sich gerade junge Menschen für die Kommunalwahl interessieren?

Weil fast alles, worüber wir in den Gemeinderäten oder Samtgemeinderat abstimmen, ihren Alltag direkt berührt: Treffpunkte, Schwimmbad, Busanbindungen, Sportplätze oder moderne Schulen. Wer mit 16 oder 20 Jahren nicht wählen geht, überlässt anderen die Entscheidung über die eigene Zukunft. Mit Kandidierenden wie Sarah Wagner, Finn Löbbering, Caren Detje, Daniel Kasper, Peter Pauleweit und anderen bringen wir genau diese junge Perspektive mit an den Ratstisch.

Was ist der wichtigste Appell für den 13. September?

Entwicklungen in anderen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt zeigen ganz deutlich: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Wir alle müssen unsere Demokratie durch aktive Teilhabe und Mitbestimmung Tag für Tag verteidigen. Dafür stehen alle echten Demokratinnen und Demokraten gemeinsam gegen die gesichert Rechtsextremen. Wer die Demokratie schützen will, muss sie leben. Das fängt vor Ort bei uns an. Ich wiederhole mich: Einfach leer abzugeben oder gar nicht erst zur Wahl zu gehen, bringt weder unseren Landkreis noch unsere Samtgemeinde Sittensen weiter; man überlässt das Feld nur den Falschen. Sie haben am Sonntag jeweils drei Stimmen für den Gemeinderat, den Samtgemeinderat und den Kreistag. Nutzen Sie Ihre Stimme für eine starke Gemeinschaft, eine wehrhafte Demokratie und aus Liebe zum WIR. Foto Sebastian Rath

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