Landkreis Rotenburg. Ein 49-jähriger Mann ist am Dienstag nach Meldung der Polizei Opfer der Betrugsmasche „Sextortion“ geworden. Dabei täuschte eine bislang unbekannte Person über das Internet eine Liebesbeziehung vor. Im Verlauf übersandte der Mann Nacktaufnahmen von sich. 👈
Anschließend wurde er über eine Rufnummer mit nigerianischer Vorwahl kontaktiert, mit der Veröffentlichung der Aufnahmen bedroht, und es wurde Geld gefordert. Aus Angst vor einer Verbreitung der Bilder überwies der Mann 200 Euro über einen Bezahldienst mit Pay-Karten.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche:
– Verschicken Sie keine Nacktaufnahmen.
– Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an.
– Prüfen Sie regelmäßig Ihre Account- und Privatsphäreeinstellungen.
– Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten wie Anschrift, Geburtsdatum oder Arbeitgeber.
– Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu. Im Zweifel: Kamera zunächst abkleben, um lediglich verbal zu kommunizieren.
– Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in (Video-)Chats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen.
– Halten Sie Betriebs- sowie Virenschutzsysteme auf Endgeräten wie Smartphone, Laptop, Tablet oder Computer immer auf dem aktuellen Stand, um sich vor Schadsoftware, sogenannter Malware, zu schützen.
Falls Sie bereits erpresst werden:
– Überweisen Sie kein Geld. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf.
– Gehen Sie den Forderungen der Erpresser generell nicht nach, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
– Kontaktieren Sie den Betreiber der Seite und veranlassen, dass das Bildmaterial gelöscht wird.
– Brechen Sie den Kontakt zu der anonymen Person sofort ab, reagieren Sie nicht auf Nachrichten.
– Nehmen Sie Kontakt zur lokalen Polizeidienststelle auf. Die Polizeibeamten vor Ort können Ratschläge geben, ob Sie Screenshots machen sollten und ob der Chat gespeichert werden sollte.
Quelle und weitere Informationen: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sextortion/