Landkreis Rotenburg (Wümme). Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat neue Arbeitsstände bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle veröffentlicht. Für den Landkreis Rotenburg (Wümme) gibt es dabei erste Ergebnisse, aber auch weiterhin offene Fragen. Darauf weisen die CDU-Landtagsabgeordneten Eike Holsten (Wahlkreis 53 Rotenburg) und Dr. Marco Mohrmann (Wahlkreis 54 Bremervörde) hin.
Dass das Teilgebiet Brümmerhof-Zeven vollständig in die Kategorie C eingestuft wird, ist aus Sicht der CDU-Abgeordneten eine gute Nachricht für die Region. Die Kategorie steht für eine geringe Eignung bis hin zur Ungeeignetheit. Andere Gebiete im Landkreis sind dagegen noch nicht abschließend bewertet. Das gilt etwa auch für die Teilgebiete Taaken-Scheeßel-Ostervesede und Stemmen-Otter-Todtshorn, bei denen die Untersuchungen noch in Bearbeitung sind.
„Es ist gut, dass die Suche nach einem atomaren Endlager weiter konkretisiert und Gebiete nach und nach aus dem Verfahren ausscheiden, auch vor unserer Haustür. Für die Menschen in unserer Region ist aber entscheidend, dass wir die Ergebnisse richtig einordnen: Ein endgültiger Standort ist damit noch lange nicht bestimmt“, erklärt Marco Mohrmann.
Die Suche nach einem Endlager ist eine Aufgabe für Generationen. Der hochradioaktive Abfall muss langfristig sicher verwahrt werden. Eike Holsten: „Dass niemand ein solches Lager in der eigenen Nachbarschaft haben möchte, ist nachvollziehbar. Umso wichtiger ist ein Verfahren, das auf wissenschaftlichen Kriterien beruht, transparent abläuft und die Öffentlichkeit beteiligt.“
„Wir müssen sorgfältig prüfen, wo eine sichere Lagerung tatsächlich möglich ist. Die bisherigen Ergebnisse beruhen auf vorhandenen, geologischen Daten und weiteren Sicherheitsuntersuchungen. Sie sind ein Zwischenstand, keine abschließende Standortentscheidung“, betonen die beiden CDU-Landtagsabgeordneten in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Welche Gebiete am Ende weiter berücksichtigt werden, wird sich erst im weiteren Verfahren zeigen. Die BGE will Ende 2027 infrage kommende Standortregionen vorschlagen. Mit einer Entscheidung über den endgültigen Standort für ein Endlager für nukleare Abfälle wird nach aktuellem Zeitplan voraussichtlich erst um die Mitte des Jahrhunderts gerechnet. Bis dahin bleibt nichts anderes, als die nächsten Schritte abzuwarten und die Entwicklung aufmerksam zu begleiten.
Bei Fragen oder offenen Punkten können sich Bürgerinnen und Bürger gerne an die Abgeordneten Eike Holsten (e.holsten@eike-holsten.de) und Marco Mohrmann (dialog@marco-mohrmann.de) wenden. Sie nehmen die Anliegen auf und leiten Fragen bei Bedarf an die BGE weiter. Foto: CDU Landtagsfraktion