Landkreis Rotenburg. Das Einsatzkontingent des Landkreises Rotenburg (Wümme) hat unter der Führung von Chris Knoblauch vom 23. bis 25. Oktober im Landkreis Osterholz bei der Katastrophenschutzübung „Nordsturm 26“ den Einsatz nach einem fiktiven schweren Herbststurm geübt. Rund 100 ehrenamtliche Einsatzkräfte von DRK, DLRG, Johanniter-Unfall-Hilfe und Arbeiter-Samariter-Bund trainierten gemeinsam mit Kräften von Feuerwehr, THW und DLRG aus dem Landkreis Osterholz. Ziel war es, die Hilfe für einen mehrtägigen Einsatz außerhalb des eigenen Landkreises vorzubereiten.
Das Übungsszenario ging von einem schweren Sturmtief aus. Umgestürzte Bäume hatten Straßen blockiert. Menschen galten als vermisst. Nach Stromausfällen kam es zu Bränden in Gebäuden. Zudem wurden Verkehrsunfälle und Einsätze auf dem Wasser angenommen. Der Landkreis Osterholz hatte im Szenario den Katastrophenfall ausgerufen und Unterstützung aus dem Landkreis Rotenburg (Wümme) angefordert, der vom Sturm verschont geblieben war.
Zwölf Stationen
Die Einsatzkräfte arbeiteten an zwölf Übungsstationen unterschiedliche Lagen ab. Sie versorgten mehrere Verletzte gleichzeitig an einer Patientenablage und suchten eine vermisste Person. Weitere Stationen befassten sich mit einem Verkehrsunfall, einem Wohnungsbrand und der Wasserrettung. Beim Geländefahren trainierten die Fahrerinnen und Fahrer den sicheren Umgang mit Einsatzfahrzeugen abseits befestigter Straßen.
Nachbarlandkreis unterstützt bei Übung
Feuerwehr und THW aus dem Landkreis Osterholz unterstützten an mehrere Stationen. So übernahm das THW bei einem angenommenen Verkehrsunfall die technische Hilfeleistung. Die Feuerwehr führte den Einsatz bei einem Gebäudebrand. Die Sanitätseinheiten des Kontingents bauten eine Behandlungsstelle auf und betreuten betroffene Menschen. 45 Notfalldarstellerinnen und Notfalldarsteller stellten Verletzte und Betroffene dar.
Eigenversorgung im Mittelpunkt
Neben der Hilfe vor Ort stand die Eigenversorgung im Mittelpunkt. Der Versorgungszug richtete eine Schule als Unterkunft für die Einsatz- und Unterstützungskräfte ein. Dort wurden Schlafplätze, Verpflegung, Waschmöglichkeiten und Besprechungsräume organisiert. Kraftstoff, Getränke, Sanitätsmaterial und weitere Ausrüstung mussten für die drei Übungstage eigenständig bereitgestellt werden.
Ein Bereitstellungsraum Rettungsdienst koordinierte die Einheiten und schickte sie zu den einzelnen Stationen. Auch Führung, Kommunikation und der gemeinsame Marsch der Einsatzfahrzeuge wurden über den gesamten Zeitraum geübt.
Einsatzkontingent
Das Einsatzkontingent unterstützt andere Landkreise, wenn dort viele Menschen gleichzeitig Hilfe benötigen. Die Mitglieder engagieren sich neben Beruf, Ausbildung oder Studium ehrenamtlich. Die Übung diente dazu, Abläufe zu prüfen und die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen für einen möglichen Ernstfall weiter zu festigen.
Fazit der Übung
„Die Übung hat gezeigt, dass unser Einsatzkontingent auch über mehrere Tage hinweg gut zusammenarbeitet und sich selbst versorgen kann. Besonders wichtig war das Zusammenspiel mit den Kräften im Landkreis Osterholz. Die Abstimmung hat gut funktioniert. Unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte konnten die verschiedenen Lagen realistisch trainieren und wertvolle Erfahrungen für mögliche Einsätze sammeln“, so Chris Knoblauch nach der Übung. Fotos Landkreis



