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Anwohnende initiieren „Petition gegen Verbot von Parkmöglichkeiten für Wohnmobile am Mühlenteich“

Sittensen. Die Parksituation für Wohnmobile in Sittensen ist ein Thema, das die politischen Gremien bereits jahrelang beschäftigt. Die Gemeinde hält einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz bei der Wassermühle mit Platz für sechs Fahrzeuge vor, der ganzjährig nutzbar ist.

Es besteht jedoch deutlich mehr Bedarf. Ein beliebter Platz war bislang die Parkfläche gegenüber der Freien evangelischen Gemeinde in der Mühlenstraße, die auch Besucherinnen und Besuchern des Heimathauses zur Verfügung steht. Wohnmobile dürfen auf öffentlichen Parkplätzen eine Nacht parken – ohne sie aber als Camping-Standort zu nutzen. Eine Anwohnende hat ein ums andere Mal in öffentlichen Sitzungen ihr Leid über die Frequentierung der Fläche direkt vor ihrer Haustür geklagt, insbesondere über abgelegte Abfälle und entsorgte Fäkalien im Gebüsch.

Inzwischen ist dort ein Verbotsschild aufgestellt worden. Gemeindedirektor Jörn Keller hatte das Thema bei der jüngsten Ratssitzung zur Diskussion gestellt und um ein Votum für das weitere Vorgehen gebeten.

Ein Konsens konnte nicht hergestellt werden. Unter den Ratsmitgliedern sind die Meinungen kontrovers, denn es wird auch der touristische Nutzen gesehen, da die Wohnmobilisten die örtliche Infrastruktur nutzen. Eine Entscheidung wurde vertagt, das Thema wird in den Fraktionen weiter beraten.

Nun haben sich Josefine und Simon Martens zu Wort gemeldet, deren Grundstück direkt an die Parkfläche grenzt und die somit direkte Anlieger sind. Sie haben „keinerlei Verständnis“ für die Sperrung des Platzes für Wohnmobile. „Die Wohnmobiltouristen haben uns nie in irgendeiner Form belästigt, sondern ganz im Gegenteil für ein idyllisches Urlaubsgefühl mitten in Sittensen gesorgt. Es ist nach unserer Erkenntnis auch zu keinem Zeitpunkt zu einer übermäßigen Vermüllung gekommen. Diesen Gedanken teilen weitere Anwohnende, mit denen wir bisher gesprochen haben“, lässt das Ehepaar wissen.

Petition initiiert

Als Beleg dessen haben sie eine Unterschriftenaktion gestartet und die Liste als „Petition gegen ein Verbot von Parkmöglichkeiten für Wohnmobile am Mühlenteich“ an die Mitglieder des Gemeinderates und an den Gemeindedirektor geschickt. Elf Anwohnende haben unterzeichnet.

In dem Schreiben wird das „große Bedauern“ zum Ausdruck gebracht, als Anfang November das Verbotsschild registriert worden sei. „Die vorgebrachten Gründe, Müll oder nicht fachgerecht entsorgte Fäkalien, überraschten uns sehr, da wir mit direktem Blick auf diesen Platz und auch bei täglichen Spaziergängen beides nicht beobachtet haben. Dies schließt natürlich nicht aus, dass es in Einzelfällen zu solchen Vorfällen gekommen sein mag“, heißt es weiter.

Die Anwohnenden, die unterschrieben haben, „fühlen sich in keiner Weise von den Wohnmobilisten gestört“ und sprechen sich für den Erhalt einer Parkmöglichkeit für Wohnmobile am Mühlenteich aus. Sie haben angekündigt, dass aus ihren Reihen jemand zur nächsten Sitzung, in der das Thema wieder behandelt wird, kommen wird. (hm)

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