Sittensen. Rund 25 Gäste sind der Einladung zum 223. Fernfahrerstammtisch der Polizeidirektion Lüneburg gefolgt und haben einen informativen Abend mit dem DEKRA-Sachverständigem Sven Schaadt erlebt.
Zu Beginn gab er einen Rückblick auf die Historie der Kontrollgeräte und erläuterte, dass zunächst ausschließlich analoge Fahrtenschreiber mit Tachoscheibe vorgeschrieben waren und dass solche Geräte gerade im Buslinienverkehr vereinzelt noch heute anzutreffen sind. Anschließend zeigte er anschauliche Unfallbeispiele mit analogen Tachographen.
Im weiteren Verlauf erklärte der Experte die grundsätzliche Ausrüstungspflicht mit Tachographen: Alle gewerblich eingesetzten Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse sowie Busse mit mehr als neun Sitzplätzen müssen mit einem Fahrtenschreiber ausgestattet sein, um Lenk- und Ruhezeiten aufzuzeichnen.
Mit der EU-Verordnung (EG) Nr. 2135/98 wurde der digitale Tachograph eingeführt. Seit Mai 2006 ist er für alle neu zugelassenen, ausrüstungspflichtigen Fahrzeuge in der EU verbindlich. Digitale Geräte speichern die Daten elektronisch und ermöglichen so eine präzisere Kontrolle und Auswertung.
Den Schwerpunkt des Abends bildete schließlich die Analyse digitaler Tachographendaten, die Schaadt anhand mehrerer realer Unfallbeispiele praxisnah demonstrierte. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich mit dem Sachverständigen sowie den anwesenden Polizeikräften auszutauschen.
Der nächste Fernfahrerstammtisch findet am Sonntag, 5. Oktober, wieder ab 18.30 Uhr in der Rastanlage Ostetal (Fahrtrichtung Hamburg) statt. Das Thema lautet: „Gefahrgut“ – mit spannenden Informationen rund um Transport, Vorschriften und Sicherheit. Fotos: Fernfahrerstammtisch
