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Bauhofleiter Dietmar Keller feierlich verabschiedet

Sittensen. Nach 18 Jahren ist Dietmar Keller als Leiter des Bauhofes der Gemeinde Sittensen im Rahmen einer Feierstunde im Heimathaus in den Ruhestand verabschiedet worden. Zahlreiche Gäste aus Verwaltung, Rat, Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden, Bauhofmitarbeiter, Geschäftspartner, Familie und Freunde waren der Einladung der Gemeinde gefolgt.

Der stellvertretende Bürgermeister Alfred Flacke forderte nach seiner Begrüßung scherzhaft den scheidenden Bauhofleiter noch zur Erledigung von gewissen Arbeiten auf: „Die Beleuchtung in unserer Straße funktioniert nicht, in der Straße Eckerworth stehen Steine hoch, meine Frau hat ein Fahrrad gefunden.“

Er ließ den Werdegang von Dietmar Keller Revue passieren – angefangen bei seiner Einstellung 2008 als Nachfolger des damaligen Bauhofleiters Heinz Klindworth. „Als Bürger kann ich sagen, der Ort ist immer in Ordnung gehalten worden. Die Idee von Dietmar Keller, blühende Blumen in den Grünstreifen an einigen Straßen zu pflanzen, ist sehr gut bei der Bevölkerung angekommen und stellt eine wahre Augenweide wahr“, so Flacke. Nicht alle gewünschten Veränderungen hätten die Zustimmung in den Gremien gefunden. Aber es habe immer wieder gute Gespräche gegeben. Der Bauhof sei auch maschinell gut aufgestellt.

Er übermittelte die besten Wünsche von Rat und Verwaltung, auch im Namen des erkrankten Bürgermeisters Diedrich Höyns. „Möge der Neu-Ruheständler sich Wünsche erfüllen, für die vorher keine Zeit gewesen ist“, wandte er sich an Keller und überreichte ihm gemeinsam mit dem zweiten Stellvertreter des Bürgermeisters, Thomas Miesner, ein Geschenk sowie einen Blumenstrauß für seine Frau.

Im Namen der Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde ergriff Harald Schmidtchen das Wort. Die Dörfer hätten immer die Möglichkeit, die Dienste des Bauhofs in Anspruch zu nehmen. Ein Anruf genüge, und es sei erledigt worden. Sein Dank ging auch an die Mitarbeiter des Bauhofes.

Stefan Tiemann, ehemaliger Samtgemeindebürgermeister, sprach ebenfalls Glückwünsche aus. Er habe bereits Erfahrungen als Ruheständler. Es gäbe viele Möglichkeiten, ein Ehrenamt zu übernehmen, meinte er augenzwinkernd. Oder Sport zu treiben.

Auch der der neue Bauhofleiter, Tobias Halecker, stellte sich kurz vor. Dietmar Keller habe in seiner Dienstzeit „etwas Tolles“ geschaffen. Auch als Chef habe Dietmar Keller immer ein offenes Ohr für alle seine Mitarbeiter gehabt. Halecker und Bauhofmitarbeiter Holger Rosemeyer überreichten ebenfalls ein Geschenk im Namen des Teams.

Arbeit eine Herzensangelegenheit

Dietmar Keller ließ es sich nicht nehmen, selbst Worte an die Gäste zu richten. Er bedauerte es, dass Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller und Bürgermeister Diedrich Höyns krankheitsbedingt nicht dabei sein konnten. Es falle ihm nicht leicht, sich zu verabschieden. Er blicke auf eine Zeit zurück, die sein Leben geprägt habe: „Für mich war es mehr als nur Arbeit. Es war eine Herzensangelegenheit, für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Sittensen zu arbeiten.“

Im Rückblick auf besondere Ereignisse nannte er den herausfordernden Winterdienst im Jahr 2010, wo das Streusalz knapp war. Eine große Aufgabe waren laut Keller die Planungen und Umsetzungen neuer Spielplätze oder deren Umgestaltungen. Jedes Jahr standen die Mitorganisation des Weihnachtsmarktes sowie das Aufstellen des Tannenbaumes auf dem Marktplatz auf der Agenda. Der
Transport des Baumes sei auch schon mal mit polizeilicher Begleitung durchgeführt worden. Auch Brückensanierungen wurden begleitet. Die Herrichtung des neuen Veranstaltungsgelände beim Heimathaus war seinen Worten zufolge ebenso ein größeres Vorhaben.

In seiner Dienstzeit seien rund 600 neue Bäume gepflanzt worden. Eines der letzten Projekte war die Anlage eines sogenannten Baumpfades im Kirchpark und am Mühlenteich. Auch Jahresbäume wurden dazu gepflanzt. Die Umrüstung der Straßenlaternen auf LED sei in vollem Gange. Keller ließ auch die „stillen Aufgaben“ im Hintergrund nicht unerwähnt, die von den Bürgern oft erst bemerkt würden, wenn sie nicht erledigt worden seien. Dietmar Keller erinnerte an verstorbene, ehemalige Mitarbeiter des Bauhofes und bedankte sich besonders bei dem gesamten Bauhofteam: „Ihr könnt sicher sein, ich werde euch nie vergessen.“ Dankbar sei er auch, dass die ganze Familie ihn immer motiviert und unterstützt habe.

Sein Dank ging an den Samtgemeindebürgermeister für die gute und intensive Zeit, an Ordnungsamtsleiter Stefan Miesner und Diedrich Höyns, der ebenfalls immer ein offenes Ohr für seine Anliegen gehabt habe. Dankesworte richtete er ebenfalls an den Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Es war ein tolles Miteinander. Mir war es eine Ehre, die Geschicke des Bauhofes zu leiten.“ Schlussendlich bedankte er sich noch für die Ausrichtung der Abschiedsfeier.

„Ich gehe mit Dankbarkeit. Der Bauhof ist bei meinem Nachfolger in besten Händen. Nun freue ich mich auf viel Zeit mit meiner Familie“, so Dietmar Keller. Mit einem Imbiss in geselliger Runde klang die Verabschiedungsfeier aus. (hm)

BUZ: Dietmar Keller und Frau mit den stellvertretenden Bürgermeistern Alfed Flacke (links) und Thomas Miesner. Fotos privat

Dietmar Keller mit seinem Nachfolger Tobias Halecker und seinem Vorgänger Heinz Klindworth (von links).

Der ehemalige Samtgemeindebürgermeister Stefan tiemann gratuliert

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