Werbung

Werbung

Diakonieklinikum: Kardiologie behandelt erfolgreich Undichtigkeit am Herzen minimalinvasiv

Rotenburg (Wümme). Die Klinik für Kardiologie am Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg hat erstmals einen Eingriff durchgeführt, der sonst überwiegend in Herzzentren erfolgt: Bei einer 76-jährigen Patientin behandelte das Team der interventionellen Kardiologie um Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Korff Krause erfolgreich eine Undichtigkeit neben der Herzklappe (Mitralklappe) minimalinvasiv und schonend durch ein perkutanes (über die Haut) Okkluder-Verfahren. So konnte eine Herz-Operation vermieden werden.

Dieses komplexe Verfahren erfordert viel Erfahrung, genauste Planung und wird sonst nur an Herzzentren durchgeführt. Umso stolzer ist Krause, dass er zusammen mit Siymnd Mousa, Leitender Oberarzt, und Dr. med. Stefan Zarsteck, Geschäftsführender Oberarzt, diesen anspruchsvollen Eingriff erstmals am Diakonieklinikum vornehmen konnte.

Das menschliche Herz besteht aus vier verschiedenen Herzklappen. Darunter die Mitralklappe. Eine Erkrankung an der Mitralklappe zählt zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen. Bei einer sogenannten Insuffizienz schließt diese Klappe nicht richtig und das Blut fließt nicht – wie bei einem gesunden Menschen – weiter, sondern zurück Richtung Lunge und belastet das Herz zusätzlich. Dies kann zu Atemnot und Leistungsabfall führen und in manchen Fällen lebensbedrohlich werden.

Die 76-jährige Patientin Rosemarie Bohnhorst aus Hellwege erhielt 2025 in einem Hamburger Krankenhaus eine herzchirurgische Mitralklappenersatz-Operation. Nun wurde bei ihr neben der Herzklappe ein Loch in der Herzwand mit einer hochgradigen Mitralklappeninsuffizienz diagnostiziert, eine sogenannte paravalvuläre Leckage. Sie entschied sich dieses Mal für das Rotenburger Diakonieklinikum. „Wir haben uns nach langer und genauster Planung dazu entschieden, der Patientin keine weitere Herzoperation zuzumuten, sondern das innovative und besonders schonende Verfahren mittels Okkluder anzuwenden“, berichtet Priv.-Doz. Dr. Krause.

Bei dem Okkluder-Verfahren wird perkutan, also über die Haut, ein spezieller Verschlusskörper, Okkluder genannt, über einen Katheter präzise bis ins Herz an die betroffene Stelle gebracht, um dort die Leckage erfolgreich zu verschließen und die Funktion des Herzens wieder herzustellen. „So konnten wir auf eine weitere herzchirurgische Maßnahme verzichten und die Patientin konnte sich sehr schnell erholen“, so Krause. Bei diesem zukunftsweisenden Verfahren sind keine großen Operationsschnitte notwendig, so dass gerade für ältere Patienten das Risiko gesenkt und die Erholungszeit verkürzt werden kann. Bereits am nächsten Tag konnte die Patientin nach Hause entlassen werden, schon vier Stunden nach dem Eingriff konnte sie aufstehen. Rosemarie Bohnhorst beschreibt ihre Erfahrung: „Ich hatte großen Respekt vor der Behandlung. Umso erleichterter bin ich, wie schnell ich dank des minimalinvasiven Eingriffs wieder auf den Beinen war. Die Betreuung durch das Team von Dr. Krause war hervorragend. Heute fühle ich mich wieder gut und voller Zuversicht.“ Foto Diakonieklinikum

BUZ: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Korff Krause mit Patientin Rosemarie Bohnhorst und Siymnd Mousa, Leitender Oberarzt, nach dem erfolgreichen Eingriff (von rechts).

Werbung

Nach oben scrollen