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Feuerwehr im Landkreis:“Stark durch Zusammenhalt“

Sottrum. Unter dem Motto „Feuerwehr – Stark durch Zusammenhalt!“ des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen hat die Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Rotenburg (Wümme) in Sottrum stattgefunden. Rund 160 Delegierte und Gäste blickten auf das vergangene Feuerwehrjahr zurück, diskutierten aktuelle Entwicklungen und würdigten verdiente Feuerwehr-angehörige.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Jürgen Runge, begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr. Unter ihnen waren Landrat Marco Prietz, Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg, Ortsbürgermeister Achim Figgen sowie die Abgeordneten Eike Holsten und Vivian Tauschwitz. Auch zahlreiche Funktionsträger der Kreisfeuerwehr sowie Ehren- und ehemalige Führungskräfte nahmen an der Versammlung teil.

Ehrenmedaillen verliehen

Ein besonderer Bestandteil der Versammlung waren die Ehrungen. Mit der Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Rotenburg (Wümme) wurden insgesamt 14 Feuerwehrangehörige für besondere Verdienste und Leistungen ausgezeichnet, die über das normale Maß hinausgehen:

Bothel: Ansgar Magnus, Nils Rasch, Tanja Würker

Visselhövede: Martin Jaworski, Hannes Hartmann, Jonas Jäger

Rotenburg: Julian Junck, Sebastian Alex, Heino Wilckens, Daniel Rathje

Scheeßel: Simon Cordes, Jan Kallert, André Mindermann, Jann Wilken, Thomas Böttcher

Verleihung des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes

Eine besondere Auszeichnung erhielten Steffen Peters und Dieter Apel. Beide wurden mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz ausgezeichnet. Peters erhielt das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Bronze. Die Auszeichnung steht für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen und würdigt damit ein Engagement, das über die alltägliche Wahrnehmung des Feuerwehrdienstes hinausgeht. Apel wurde mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold ausgezeichnet. Damit erhielt er die höchste der bei der Delegiertenversammlung verliehenen Auszeichnungen. Apel ist seit vielen Jahren in verantwortlicher Funktion in der Feuerwehr tätig und gehört auch weiterhin dem Vorstand beziehungsweise der Führung des Verbandes an.

In seinem Jahresbericht griff Jürgen Runge das Jahresmotto auf und machte deutlich, dass Feuerwehrarbeit weit über den eigentlichen Einsatzdienst hinausgeht. Gerätewarte, Gruppenführer, Ortsbrandmeister und zahlreiche weitere Funktionsträger übernehmen Verantwortung und erledigen viele Aufgaben zusätzlich zu ihrem normalen Feuerwehrdienst.

Diese Arbeit werde zwar häufig von Einzelnen erledigt, diene aber immer der Gemeinschaft. Gerade mit Blick auf die Zukunft werde der Zusammenhalt noch wichtiger. Perspektivisch müsse die Feuerwehr mit weniger Personal dieselbe oder sogar zusätzliche Aufgaben bewältigen.

Die Mitgliederzahlen zeigen weiterhin eine starke Basis. Ende 2025 gehörten insgesamt 3.727 Menschen den verschiedenen Abteilungen der Feuerwehren im Verbandsgebiet an. Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Kinderfeuerwehren: Ihre Mitgliederzahl stieg von 124 auf 195. Dazu kamen 331 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren, 2.379 Aktive sowie 822 Angehörige der Alters- und Ehrenabteilungen. Zum Zeitpunkt der Versammlung lag die Zahl der Aktiven bei 2.464.

Aktuelle Herausforderungen

Runge ging zudem auf die Umsetzung der neuen Feuerwehrverordnung und die damit verbundenen Änderungen bei Dienstgraden und Dienstkleidung ein. Die Umstellung werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Gleichzeitig müsse bei den Kommunen die finanzielle Belastung berücksichtigt werden. Investitionen in eine gute persönliche Schutzausrüstung hätten dabei Vorrang. Auch die neue Fachbereitschaft Niedersachsen war Thema. Die vom Land vorgesehenen Fahrzeug- und Ausstattungsvorgaben stellten die Feuerwehren teilweise vor Herausforderungen.

Nachwuchsarbeit mit positiven Entwicklungen

Kreis-Kinder- und Jugendfeuerwehrwart Oliver Austel stellte die Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehren vor. Neben kritischen Entwicklungen auf Bezirks- und Landesebene hob er insbesondere die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der Kreis-Kinder- und Jugendfeuerwehr hervor. Stadt- und Gemeindejugendfeuerwehrwarte, Kreisjugendsprecher und Fachbereichsleitungen arbeiteten über Gemeindegrenzen hinweg eng und zielorientiert zusammen. Auch bei der Ausbildung gibt es Fortschritte. Neben den Einstiegslehrgängen für Jugendfeuerwehrwarte konnte inzwischen ein entsprechendes Angebot für Kinderfeuerwehrwarte etabliert werden. Weitere Neigungslehrgänge, digitale Projekte und die Arbeit des neuen Fachbereichs Kinderschutz ergänzen das Angebot.

Kreisfrauensprecherin und Landesfrauensprecherin Sabine Schröder berichtete ebenfalls aus ihrem Aufgabenbereich. Ihr Fazit fiel kurz und deutlich aus: „Das mit den Frauen läuft bei uns.“

Dank aus Politik und Verwaltung

Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg betonte die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Kommunen. Wichtig sei, miteinander zu reden und gemeinsam die besten Lösungen für die Feuerwehren zu finden. Als Beispiele nannte er unter anderem einen hauptamtlichen Gerätewart, das neue Schulungs- und Logistikzentrum sowie die Weiterentwicklung der Feuerwehrbedarfsplanung.

Landrat Marco Prietz dankte den Feuerwehrangehörigen für ihre Arbeit und ihr Engagement. Gerade für den Bevölkerungsschutz seien die Feuerwehren unverzichtbar. Auch Landtagsabgeordneter Eike Holsten würdigte das ehrenamtliche Engagement und verwies auf die Herausforderungen, vor denen die Feuerwehren und ihre Träger stehen.

Weitere Themen und Ausblick

Im weiteren Verlauf wurden die Jahresrechnung 2025 und der Finanzplan 2027 behandelt. Bei den Mitteilungen der Kreisfeuerwehr ging es unter anderem um die Waldbrandlage und die beiden größeren Flächenbrände in Horstedt und Zeven, die weiteren Planungen zur Regionalleitstelle sowie die Fachbereitschaft Niedersachsen.

Björn Becker stellte in seinem Schlusswort noch einmal die Kameradschaft als eine der elementarsten Grundlagen der Feuerwehr heraus. Die Delegiertenversammlung machte damit deutlich, wie vielfältig die Arbeit der Feuerwehren im Landkreis ist. Einsatzdienst, Nachwuchsarbeit, Ausbildung, Verbandsarbeit und Bevölkerungsschutz greifen ineinander. Fotos T. Finke

v.l. Gemeindebrandmeister Björn Becker, Verbandsvorsitzender Jürgen Runge, Geehrter Dieter Apel, Geehrter Steffen Peters, Kreisbrandmeister Peter Dettmer

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