Zeven. In der Nacht zum Sonntag ist es im Kastanienweg in Zeven nach Mitteilung der Feuerwehr-Pressestelle zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungs gekommen. Um 1.48 Uhr wurden demnach die ersten Einsatzkräfte mit dem Stichwort F2 zu einem brennenden Carport alarmiert.
Aufgrund der schnellen Brandausbreitung und des hohen Kräftebedarfs wurde die Alarmstufe im weiteren Einsatzverlauf bis auf F4 erhöht. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Carport mit insgesamt zehn Stellplätzen und zehn darin abgestellten Fahrzeugen bereits in Vollbrand. Die Flammen hatten auf das unmittelbar angrenzende Wohngebäude übergegriffen. Die enorme Hitzeentwicklung wirkte sich auch auf die gegenüberliegende Straßenseite aus. Dort wurden abgestellte Fahrzeuge durch die Wärmestrahlung beschädigt, unter anderem begannen Lack und Kunststoffteile zu schmelzen.
Die Feuerwehr leitete einen umfangreichen Löschangriff ein. Ein Schwerpunkt lag darauf, eine weitere Ausbreitung innerhalb des Wohngebäudes zu verhindern. Durch eine Riegelstellung an der vorhandenen Brandschutzwand gelang es den Einsatzkräften, die zweite Gebäudehälfte vor den Flammen zu schützen. Diese blieb zwar vom eigentlichen Brand verschont, ist nach dem Einsatz jedoch zunächst nicht bewohnbar.
Aufgrund der aufwendigen und personalintensiven Löscharbeiten wurden im Verlauf der Nacht immer weitere Feuerwehren nachalarmiert. Ein Teil der Kräfte sammelte sich zunächst in einem Bereitstellungsraum, von wo aus die benötigten Einheiten gezielt zur Einsatzstelle abgerufen wurden. Eine weitere Herausforderung stellte die Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung für die umfangreichen Löscharbeiten dar.
Insgesamt waren rund 150 Feuerwehrkräfte aus 22 Ortsfeuerwehren im Einsatz. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Zeven, Brauel, Brüttendorf, Heeslingen, Sassenholz, Selsingen, Wistedt, Rotenburg, Wiersdorf, Weertzen, Oldendorf, Kirchtimke, Westertimke, Badenstedt, Seedorf, Rhade, Deinstedt, Haaßel, Ober Ochtenhausen, Hetzwege, Horstedt und Groß Meckelsen. Aus Rotenburg kam unter anderem eine weitere Drehleiter zum Einsatz. Auch Führungskräfte auf Gemeinde und Kreisebene koordinierten die umfangreichen Maßnahmen.
Der Rettungsdienst war mit insgesamt 43 Kräften des DRK vor Ort. 19 Personen wurden während des Einsatzes betreut. Drei Personen erlitten Verletzungen, darunter zwei Schwerverletzte. Zudem wurde ein Feuerwehrangehöriger leicht verletzt. Das DRK übernahm neben der medizinischen Betreuung auch die Versorgung der eingesetzten Kräfte. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren die Polizei, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, die Notfallseelsorge sowie die Stadtwerke in den Einsatz eingebunden.
Nach rund vier Stunden konnten die meisten Einsatzkräfte die Einsatzstelle wieder verlassen und die Feuerwehr Zeven verblieb für Nachlöscharbeiten. Zur Ursache des Brandes liegen derzeit keine Angaben vor. Fotos Feuerwehr

