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7. Februar 2026

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Mietvertrag unterzeichnet: Samtgemeinde Sittensen und Sparkasse Rotenburg Osterholz ziehen unter ein Dach

Sittensen. Gut Ding will Weile haben, sagt ein deutsches Sprichwort. Das gilt auch für das Bestreben, dass die Samtgemeinde Sittensen Flächen im Sparkassengebäude in der Bahnhofstraße in Sittensen anmietet. Schon 2022 haben dazu die ersten Gespräche stattgefunden. Nun ist es endlich amtlich: Denn heute haben Thorben Prenntzell, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rotenburg Osterholz, und Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller den Mietvertrag offiziell unterzeichnet. Damit steht fest, dass die Verwaltung der Samtgemeinde und die Sparkasse Rotenburg Osterholz unter ein Dach ziehen.

Für das Vorhaben wird das bestehende Gebäude umgebaut und erweitert. Für Thorben Prenntzell ist es ,,eine Winwin-Situation. Da sich die räumlichen Anforderungen an einen modernen Bankbetrieb in den vergangenen Jahren erheblich verändert haben, ist das Gebäude in der aktuellen Form für uns überdimensioniert. Deshalb möchten wir das bestehende Gebäude erweitern und den neuen Teil speziell auf unsere Bedürfnisse ausrichten und auch aus energetischer Sicht optimal gestalten.“

Anbau mit Innenhofcharakter

Prenntzel verhehlt nicht, dass es sich finanziell gesehen mit elf Millionen Euro an Kosten um ein Großprojekt handelt. Die Sparkasse möchte aber an dem bewährten und zentralen Standort im Bördeort festhalten. „Gestern war der magische Tag, an dem der Verwaltungsrat die finale Entscheidung getroffen hat“, verrät der Vorstandsvorsitzende. Geplant ist ein rund 1500 Quadratmeter großer Anbau mit Innenhofcharakter. Verläuft alles planmäßig, soll die Baumaßnahme spätestens im ersten Quartal 2028 fertiggestellt sein. Um die Abwicklung vor Ort kümmert sich Projektleiterin Nicole Wege.

Zentraler Standort für Verwaltungssitz

Auch für Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller ist der Standort des Sparkassengebäudes als Verwaltungssitz sehr gut geeignet: „lch bin froh und dankbar, dass wir eine langfristige Lösung mit einem guten und verlässlichen Partner gefunden haben. Auch die Politik hat dazu den entsprechenden Ratsbeschluss gefasst und mich damit befugt, den Vertrag unterzeichnen zu dürfen.“ Keller verwies nochmals darauf, dass die jetzigen Rathaus-Büroräume „Lichtjahre entfernt“ von modernen Anforderungen seien. Ebenso freut er sich, dass ein neuer Sitzungssaal entstehen wird, der auch für andere Veranstaltungen, die räumlich passen, von Vereinen und Verbänden genutzt werden kann. „Das ist heute ein richtig guter Tag für die Samtgemeinde Sittensen“, betonte er.

Die angestrebte Lösung bedeutet das Ende einer längeren Hängepartie. Denn die Samtgemeinde Sittensen beklagt bereits seit 2013 einen räumlichen Engpass. Der Kern des aktuell genutzten Gebäudes Am Markt ist rund 100 Jahre alt. Das Gebäude wurde um 1910 gebaut und im Laufe der Jahre mehrfach erweitert und aufgestockt. Als ein in Auftrag gegebenes Gutachten 2013 auf diverse Mängel hinwies, wurde die Idee entwickelt, ein neues Rathaus Am Markt 11 zu bauen. Ein Wirtschaftlichkeitsgutachten bestätigte die Pläne. Zu diesem Zweck sollte die Verwaltung vorübergehend in die ,,alte Volksbank“ ziehen. Das Gebäude wurde dazu angekauft. Die Pläne für einen Neubau wurden 2016 verworfen. Stattdessen sollte die ,,alte Volksbank“ nach erfolgtem Umbau als dauerhafter Verwaltungssitz dienen. Dazu wurden bis Ende 2019 belastbare Pläne ausgearbeitet. Die Kosten für einen Um- und Anbau betrugen zu dem Zeitpunkt rund sieben Millionen Euro.

Gleichzeitig ergab sich die Möglichkeit, das Gebäude zu verkaufen, damit sich dort Arzte ansiedeln konnten. Der Rat fasste einen entsprechenden Beschluss. Somit war dieser Standort nicht mehr verfügbar. Stattdessen sollte der neue Verwaltungssitz Am Markt 14 und 16 – dem Standort der alten Apotheke – entstehen. Durch ein Bürgerbegehren zum Erhalt der alten Apotheke verzögerte sich das gesamte Verfahren erheblich. Letztlich standen die Gebäude nicht mehr zur Verfügung, da diese dringend für die Unterbringung von Geflüchteten benötigt wurden.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass mit der Flächenanmietung im Sparkassengebäude in der Bahnhofstraße eine sehr gute Lösung gefunden worden ist. (hm)

BUZ: Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Thorben Prenntzell, Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller und Sparkassen-Vorstand Marko Putaro (von links) bei der Vertragsunterzeichnung. Fotos Meyer

Projektleiterin Nicole Wege, Regionalleiter Jens Gerken, Thorben Prenntzell, Jörn Keller und Marko Putaro (von links) stoßen auf die gemeinsame Partnerschaft an. 

Grafik: HEP Architekten, Buxtehude 

 

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