Rotenburg (Wümme). Dr. Andreas Philippi, niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, hat gestern der Geschäftsführung der Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg gGmbH einen Fördermittelbescheid überreicht, um damit ein Eltern-Kind-Zentrum zu errichten und die OP-Abteilung zu konzentrieren. Die Übergabe in Anwesenheit interner und externer Gäste umfasste fünf Millionen Euro bereits bewilligter Mittel.
Bereits vor rund einem Jahr hat Dr. Philippi einen Fördermittelbescheid in Höhe von zehn Millionen Euro für diese Maßnahme überreicht. Inzwischen ist die Grundplatte der OP-Erweiterung am Haupthaus des Diakonieklinikums fertiggestellt. Damit gewinnt der erste von drei Bauabschnitten sichtbare Gestalt. Der zweite Abschnitt umfasst den An- und Umbau einer Bestandsimmobilie, die zu einem hochmodernen Eltern-Kind-Zentrum wird. Dazu gehören die pädiatrischen, neonatologischen, geburtshilflichen und gynäkologischen Abteilungen des Rotenburger Krankenhauses. Im dritten Bauabschnitt werden im Haupthaus die durch die ersten beiden Maßnahmen umgezogenen Bereiche und Kliniken neu geordnet – für eine bessere Erreichbarkeit in der Wegeleitung und Logistik des Hauses im Sinne der Patientenversorgung.
„Diese Maßnahme hat Auswirkungen auf fast alle Bereiche und Kliniken unseres Krankenhauses, insofern wir damit die Gebäudestruktur grundlegend verändern und zukunftsfähig aufstellen“, erklärt Sebastian von der Haar als Geschäftsführer diese bedeutende Entwicklung am Standort Rotenburg mit dem Diakonieklinikum als Maximalversorger. „Wir in Rotenburg freuen uns über die Bestätigung unserer medizinstrategischen Ausrichtung, die mit dieser Förderung seitens des Landes Niedersachsen ausgedrückt wird. Dafür sind wir dem Land, dem Minister sowie unseren Partnern in Land- und Kreistag sowie unseren Gesellschaftern sehr dankbar. Wir vertrauen auf die entsprechende Nachförderung des Landes im weiteren Verlauf der Maßnahme.“
Die zukünftig neu konzentrierten Strukturen sind eine logische Weiterentwicklung in den Bereichen der OP-Abteilung, der Kinder- und Jugendmedizin, der Neonatologie, der Geburtshilfe sowie der Frauenheilkunde sowie auch der Hals-Nasen-Ohren-Klinik, der Mund-, Kiefer- und Plastischen Chirurgie sowie der Anästhesieambulanz im Rotenburger Diakonieklinikum. „Wir gewährleisten damit hochmoderne medizinische, pflegerische und weitere Unterstützung und Begleitung nicht nur rund um den Start ins Leben“, blickt von der Haar nach vorn.
Alle Anwesenden waren sich einig, dass diese Förderung den Patienten zugute kommt, unter anderem indem die ländliche Versorgung mit Hochleistungsmedizin ausgestattet bleibt. Der Minister verwies leidenschaftlich auf die Bedeutung einer funktionierenden Daseins- und Gesundheitsversorgung als Teil und Bedingung einer lebendigen und starken Demokratie.
Besonders emotional wurde es, als der Minister und die weiteren offiziellen externen Gäste den Mitarbeitenden des Klinikums ihren Respekt, ihre Dankbarkeit und ihre guten Wünsche formulierten. „Ja, wir sind ein tolles Team. Denn die Weiterentwicklung des Diakos orientiert sich auch in diesen Maßnahmen strikt an der sogenannten Patientenreise. Das bedeutet für uns, dass wir ein Krankenhaus nicht als ökonomischen und bürokratischen Selbstzweck betreiben, sondern dass wir in allen unseren Prozessen und der Kommunikation den Patienten und seine medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen“, verstärkt von der Haar die Wertschätzung für seine Mannschaft. „Das geht nur als ein großes Team mit viel exzellenter Expertise in vielen Bereichen. Und das macht riesig Freude, hier gemeinsam die Zukunft zu bauen!“
BUZ: Vertreter aus Politik und des Diakonieklinikums gemeinsam mit dem Minister (Mitte) bei der Übergabe der Fördermittel.
Landessozialminister Dr. Andreas Philippi (rechts) überreicht symbolisch die Förderung an Sebastian von der Haar, Geschäftsführer des Diakonieklinikums. Fotos Diakonieklinikum
