Landkreis Rotenburg. Die Niedersächsische Tafelrunde hat bei ihrem festlichen Mahl am 10. März 6.600 Euro für soziale Projekte im Landkreis gesammelt. In diesem Jahr unterstützt das Netzwerk die Vereine „Hospizarbeit Fidelius“ und „Bundeswehrfamilien Fallschirmjäger-Kaserne Seedorf e. V.“ (BFKS e. V.). mit jeweils 3.300 Euro.
Das Geld wurde heute im Rotenburger Kreishaus von Stefan Kalt, Vorsitzender der Tafelrunde, und Landrat Marco Prietz an Gerhard Eimer, erster Vorsitzender Hospizarbeit in der Region Rotenburg e. V. – Fidelius, Inga Lohmann, Leiterin der Gruppe Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche und an die Oberstabsfeldwebel Axel Hammers, Vorsitzender BFKS e.V., und Timo Astore übergeben.
Verlässliche Unterstützung in Krisenzeiten
Stefan Kalt, Vorsitzender der Tafelrunde, hob die Bedeutung der beiden Projekte hervor: „Die Arbeit von Fidelius und des BFKS e. V. zeigt, wie wichtig verlässliche Unterstützung in Krisenzeiten ist. Mit den Spenden sollen konkrete und regional verankerte Angebote ermöglicht werden, die direkt bei den Menschen ankommen – sei es durch einen besonderen Tag für trauernde Familien oder durch schnelle Hilfe für Bundeswehrangehörige und ihre Familien.“
Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
Landrat Marco Prietz dankte als Schirmherr der Tafelrunde allen Kuratoriumsmitgliedern, dem Vorstand der Niedersächsischen Tafelrunde und allen Gästen, die beim Festmahl dabei waren, für ihr Engagement: „Mit den Spenden werden zwei Einrichtungen unterstützt, die sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen wichtige Aufgaben erfüllen. Die Hospizarbeit Fidelius begleitet Kinder und Familien in schweren Lebenssituationen, der BFKS e. V. steht der Bundeswehrfamilie in Seedorf verlässlich zur Seite. Dieses Engagement stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region.“
Hospizarbeit Fidelius
Die Hospizarbeit Fidelius wurde 2006 in Rotenburg (Wümme) gegründet. Der Verein begleitet unter anderem schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen in der letzten Lebensphase. Ein weiterer Schwerpunkt ist seit 2014 die Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen. In der Kinder- und Jugendtrauergruppe in Rotenburg (Wümme) finden Familien einen geschützten und verlässlichen Raum. Die Trauergruppe trifft sich alle zwei Wochen und wird derzeit von rund 20 Kindern im Alter von 5 bis 15 Jahren besucht. Begleitet werden sie von einem neun-köpfigen Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Der gesamte Trauerbereich wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Mit der Unterstützung der Niedersächsischen Tafelrunde soll der Trauergruppe in diesem Jahr, nachdem dies einige Jahre nicht möglich war, wieder ein besonderes Weihnachtsprojekt realisiert werden. Geplant ist ein gemeinsames Erlebnis für die Kinder, ihre Familien und Mitarbeitende von Fidelius, etwa durch den Besuch einer Veranstaltung des Circus Roncalli. Ziel ist es, den Familien in einer belastenden Lebenssituation einen Moment der gemeinsamen Freude und Entlastung zu ermöglichen. https://www.hospizarbeit-fidelius.de/
BFKS e. V.
Das zweite geförderte Projekt ist der Verein „Bundeswehrfamilien Fallschirmjäger-Kaserne Seedorf e. V.“ (BFKS e. V.). Unter dem Leitspruch „Der Verein hilft: schnell, konkret, unbürokratisch, menschlich und finanziell“ unterstützt er aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten, zivile Beschäftigte sowie deren Angehörige und Hinterbliebene. Im Mittelpunkt steht Hilfe für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind oder schwere Unfälle erlitten haben. Zudem engagiert sich der Verein in der Familien- und Soldatenbetreuung. Zu den weiteren Zielen des BFKS e. V. gehören die Pflege der Tradition und des Gedenkens an gefallene und verstorbene Angehörige, die Stärkung der Gemeinschaft durch sportliche Angebote und familienorientierte Veranstaltungen, wie etwa einen Frauenstammtisch, sowie die Förderung von Bildung und internationaler Zusammenarbeit. Die Hilfe erfolgt dabei bewusst unbürokratisch und getragen vom solidarischen Engagement der Mitglieder. https://www.bfks-ev.de/
BUZ: Oberstabsfeldwebel Timo Astore, Oberstabsfeldwebel Axel Hammers, Landrat Marco Prietz, Stefan Kalt, Inga Lohmann und Gerhard Eimer (von links). Foto Landkreis