Werbung

Werbung

Operieren auf universitärem Niveau im Diakonieklinikum

Rotenburg (Wümme). Mit einer umfassenden und gezielten Investition in modernste OP-Technologie stärkt das Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg seine chirurgischen Kompetenzen deutlich. Gleich vier Fachabteilungen arbeiten mit der neuen Generation hochpräziser Medizintechnik. Das Krankenhaus setzt damit ein starkes Zeichen und bietet Patienten in der Region eine Versorgung auf universitärem Niveau.

Die neue Ausstattung umfasst ein leistungsstarkes 3D-Röntgensystem für eine Live-Bildgebung während der Operationen, ein modernes Neuronavigationssystem für Eingriffe am Gehirn und an der Wirbelsäule mit direkter Anbindung an die intraoperative 3D-Röntgen-Bildgebung sowie eines der modernsten Operationsmikroskope auf dem internationalen Medizinproduktemarkt. Sowohl die Einzelnutzung der Systeme als auch deren intelligente Kombination ermöglichen den Chirurgen der Kliniken für Unfallchirurgie und Orthopädie, Neurochirurgie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) sowie Plastische Chirurgie millimetergenaue operative Präzision und einen deutlichen Zugewinn an Patientensicherheit und Behandlungsqualität. Die beteiligten Chefärzte sind sich einig: „Diese Investitionen sind ein Meilenstein für unser Krankenhaus. Wir operieren auf einem technischen Niveau, wie man es sonst nur aus Universitätskliniken kennt.“

Das Operationsmikroskop ZEISS KINEVO 900 ermöglicht eine hochauflösende Darstellung des Operationsfeldes, insbesondere bei komplexen Eingriffen am Gehirn sowie in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, etwa bei mikrochirurgischen Eingriffen an der Hand oder freien Gewebetransfers. Integrierte Bildgebungsmodi, beispielsweise für fluoreszenzgestützte Eingriffe an Gefäßen und Tumoren, unterstützen den Operateur zusätzlich. Eine robotische Assistenzfunktion des Mikroskops speichert automatisch unterschiedliche Blickwinkel, Schärfeeinstellungen und Vergrößerungen und ermöglicht so präzise sowie schnelle Positionswechsel während zeitkritischer Eingriffe. Insbesondere in der Neurochirurgie stellt solch ein OP-Mikroskop eines der zentralen Arbeitsinstrumente dar, etwa bei der Entfernung von Hirntumoren oder der Behandlung von Gefäßmissbildungen. „Mit dem ZEISS KINEVO setzt die Klinik auf eine Technologie, die klassische Mikroskopie mit digitaler Bildverarbeitung und robotischer Unterstützung kombiniert. Dadurch können selbst kleinste Strukturen im Gehirn noch präziser dargestellt und Eingriffe sicherer durchgeführt werden“, fasst der Chefarzt der Neurochirurgie, Priv.-Doz. Dr. med. Sebastian Antes, zusammen. Dr. med. Nils-Kristian Dohse, Chefarzt der Plastischen Chirurgie, ergänzt: „Auch in der plastischen und Handchirurgie eröffnet das neue Operationsmikroskop zusätzliche Möglichkeiten: Feinste Nerven, Gefäße und Gewebestrukturen können noch präziser dargestellt und verbunden werden. Gleichzeitig erlaubt die moderne 3D-Technologie ein ergonomischeres Arbeiten für den Operateur und eine bessere Übersicht für das gesamte OP-Team. Dadurch können komplexe mikrochirurgische Eingriffe sicherer und effizienter durchgeführt werden.“

Neben dem Operationsmikroskop wurde mit der Medtronic StealthStation S8 ein modernes, bildgestütztes Navigationssystem angeschafft. Dieses ermöglicht es Operateuren, sich während des Eingriffs millimetergenau im Körper anhand zuvor angefertigter CT- oder MRT-Aufnahmen zu orientieren. In der Neurochirurgie kommt die Technik beispielsweise bei der Entfernung von Hirntumoren oder bei minimal-invasiven Probeentnahmen tief liegender Befunde zum Einsatz. In der HNO-Chirurgie bietet die Navigation entscheidende Vorteile bei Eingriffen an der Schädelbasis und den Nasennebenhöhlen, unter anderem bei der Entfernung von Tumoren oder anderen Veränderungen. Eine Besonderheit stellt die elektromagnetische Navigation dar, bei der der Operateur den Kopf des Patienten während des Eingriffs frei bewegen kann. Priv.-Doz. Dr. med. Elias Scherer, Chefarzt der HNO-Klinik, erläutert: „Die Navigation eröffnet uns neue Möglichkeiten. Gerade die Orientierung im komplexen System der Nasennebenhöhlen wird deutlich erleichtert. Dies beschleunigt nicht nur den Eingriff, sondern ermöglicht auch ein besonders schonendes und zielgerichtetes Operieren.“

Die OP-Ausstattung wurde zuletzt durch ein leistungsstarkes 3D-Röntgensystem ergänzt. Der Ziehm Vision RFD 3D erzeugt eine intraoperative, dreidimensionale Bildgebung von knöchernen Strukturen in CT-Qualität. Diese Technologie wird insbesondere in der Unfallchirurgie und Neurochirurgie eingesetzt. „Durch die integrierte 3D-Funktion können wir bereits während der Operation die Lage von Implantaten exakt beurteilen und bei Bedarf unmittelbar korrigieren. Insbesondere bei komplexen Wirbel-säulen- und Beckenoperationen stellt dies einen großen Vorteil dar, da unnötige Folgeeingriffe vermieden werden können“, erläutert Prof. Dr. med. Max Daniel Kauther, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie.

Ein besonderer Vorteil ergibt sich aus der Kombination der neuen Systeme: Durch die intelligente Verknüpfung von 3D-Röntgenbildgebung und Navigation können Eingriffe an der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule noch präziser geplant und durchgeführt werden. „Durch die navigationsgestützte Platzierung von Schrauben können Fehllagen und damit verbundene Risiken für Rückenmark oder Nerven deutlich reduziert werden“, betont Priv.-Doz. Dr. med. Sebastian Antes.

BUZ: Moderne Operationstechnologie im Diakonieklinikum mit den Chefärzten (v.l.) Prof. Dr. Max Daniel Kauther, Priv.-Doz. Dr. Elias Scherer, Dr. Nils-Kristian Dohse und Priv.-Doz. Dr. Sebastian Antes. Foto Diakonieklinikum

Werbung

Nach oben scrollen