Sittensen. Die Ostetalschule KGS Sittensen macht mit ihrem Schulgarten einen weiteren Schritt hin zu einem grünen Klassenzimmer. Denn: Aus der Bingo-Umweltstiftung fließt eine Fördersumme von 1.350 Euro. Das Geld soll der Bepflanzung, der Anschaffung von Gartengeräten und dem Bau eines Geräteschuppens dienen – Bausteine für eine praxisnahe, naturverbundene Lernkultur.
Angestrebt wird eine Optimierung der Lernumgebung im Freien und eine Erhöhung der Praxiserfahrung im Naturwissenschaftsunterricht.
Ziele des Grünen Klassenzimmers
- Schaffung eines ausgeglichenen Biotops: Der Garten soll ein vielfältiges Ökosystem bieten, in dem Schülerinnen und Schüler die Wechselwirkungen von Pflanzen, Boden, Wasser und Lebewesen beobachten und verstehen können.
- Förderung der Diversität: Durch eine vielfältige Pflanzenauswahl und Lebensraumstrukturen wird die Biodiversität gestärkt und Lernende erfahren die Bedeutung von Artenvielfalt im Ökosystem.
- Praxisnaher Unterricht: Der Garten dient als unmittelbarer Lernort für Naturwissenschaften, Garten- und Umweltbildung – dort werden theoretische Inhalte direkt erfahrbar.
- Ganzheitliche Lernkultur: Der Grüne Klassenraum soll Lernprozesse unterstützen, die Neugier wecken, verantwortungsvolles Handeln fördern und nachhaltige Denk- und Handlungsweisen stärken.
Nutzen für die gesamte Schülerschaft
Im Wahlpflichtunterricht der Jahrgänge sechs wird der Zugang zu praktischen Lernformen erweitert, wodurch Inhalte aus den Naturwissenschaften lebendig vermittelt werden. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge profitieren durch projektbezogene Aktivitäten, gemeinsame Pflege- und Beobachtungsaufgaben sowie Reflexionsphasen über das Gelernte. Die Integration von Gartenarbeit in den Unterricht stärkt Kompetenzen wie Beobachtung, Dokumentation, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein. Der Garten fördert eine ganzheitliche Bildung, die ökologisches Bewusstsein mit messbaren Lernerfolgen verbindet.
Ausblick
Die Ostetalschule KGS Sittensen plant, das Grüne Klassenzimmer kontinuierlich weiterzuentwickeln: mit dem Ausbau von Pflanzflächen, weiteren Anschaffungen von Handwerkzeugen und der Vernetzung mit lokalen Naturschutzinitiativen. „Ziel ist es, eine nachhaltige Lernumgebung zu schaffen, in der Natur- und Umweltbildung fest im Schulalltag verankert ist und die Schulgemeinschaft gemeinsam Verantwortung für eine lebendige Umwelt übernimmt“, verdeutlicht Carmen Briesemeister, Fachbereichsleitung Naturwissenschaften.
Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. Weitere Informationen unter https://www.bingo-umweltstiftung.de/. Fotos Ostetalschule

