Sittensen. Der Präventionsrat der Samtgemeinde Sittensen hat den ehemaligen Polizeibeamten Rolf Meyer gewinnen können, um im Sittenser Heimathaus einen Vortrag zu dem immer noch aktuellen und sogenannten Thema „Enkeltrickbetrug“ zu halten.
Zusammen mit dem neuen Vorsitzenden Ulrich Stabenau begrüßte Bernd Petersen den Referenten und die anwesenden Gäste und führte kurz in das Thema ein. Rolf Meyer, der auch während seiner Dienstzeit mit Betrugsmaschen befasst war, schilderte anschaulich mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation die verschiedenen Arbeitsweisen der Betrüger. Insbesondere die erste Kontaktaufnahme der Betrüger zu ihren ahnungslosen Opfern löste ein ums andere Mal Erstaunen aus. Diese kann durch persönliche Ansprache, aber vor allen Dingen auch über Telefon und Internet erfolgen.
Meyer wies aber auch daraufhin hin, dass oftmals Sorglosigkeit in Form von offen mitgeführten Geldbörsen, zum Beispiel beim Einkauf im Supermarkt, die Täter in die Lage versetzt, leicht an an diese zu gelangen. Insofern sollte also möglichst eine Trageweise in geschlossenen Taschen und/oder direkt am Körper gewählt werden, um keinen Anreiz für potenzielle Täter zu bieten.
Der „Enkeltrickbetrug“ wird meist über Telefonate angebahnt, indem nicht existente Notsituationen, unter anderem von Enkelkindern, geschildert werden. Durch eine möglichst schnelle Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen an die unbekannten Täter, soll die missliche Lage wieder beseitigt werden. Rolf Meyer betonte, dass gerade bei solchen Anrufen eine sensible Einstellung und Misstrauen den Erfolg der Betrüger verhindern und somit auch der Verlust von oftmals hohen Bargeldsummen vermieden werden kann. Aber auch schnelle Rücksprachen mit Bekannten und Verwandten kann oftmals eine Klärung des Sachverhalts herbeiführen. Gegebenenfalls sollte die Polizei eingeschaltet werden.
Um den Ablauf und die Überzeugungskraft eines Täters darzustellen, wurde ein gestelltes Telefonat vorgespielt. Darin wurde deutlich, wie schnell man als Opfer in die Situation einer solchen Betrugsmasche hineingeraten kann und wie geschickt die Täter argumentieren, um glaubhaft zu wirken.
Im Zuge der Veranstaltung konnte der Referent diverse Fragen beantworten und auf wichtige Verhaltensweisen hinweisen, die auch gerne im Bekanntenkreis weiter besprochen werden können. Insofern kann die Weitergabe von Informationen zum Ablauf solcher Straftaten dazu beitragen, neue Betrugsmaschen zu erkennen und nicht darauf hereinzufallen. Mit einem kleinen Präsent bedankte sich Bernd Petersen im Namen des Präventionsrates bei Rolf Meyer für den interessanten und aufschlussreichen Vortrag.
Ulrich Stabenau kündigte an, dass das Gremium weiterhin bestrebt sein wird, seiner ureigenen Aufgabe, Bürgerinnen und Bürger durch solche Veranstaltungen im Vorwege vor Schaden zu bewahren, nachzukommen. Foto Präventionsrat