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7. Februar 2026

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Präventionsrat will sichtbarer werden

Sittensen. Der Präventionsrat der Samtgemeinde Sittensen steht unter neuem Vorsitz. Ulrich Stabenau ist einstimmig im Rahmen der jüngsten Sitzung gewählt worden.

Die Neubesetzung wurde erforderlich, nachdem der bisherige Vorsitzende, Dr. Klaus-Dieter Fabian, aus gesundheitlichen Gründen das Amt zur Verfügung gestellt hatte.

Dem Vorstand des Präventionsrates gehören darüber hinaus sechs Vertreterinnen und Vertreter an. Kraft ihrer Funktion sind die Vertreter der Samtgemeinde und der Polizeistation Sittensen sowie der Schulen und des Seniorenbeirates bereits gesetzt.

Stabenau ist als Vertreter des Seniorenbeirates bereits Vorstandsmitglied, ebenso Stefan Miesner von der Verwaltung, Torben Stemmann von der Polizei und Carolin Hendrich als Vertreterin der Schulen. Neu hinzugewählt wurden die Schulelternratsvertreter Joachim-Peter Dietrich und Olaf Linkel, Uwe Böhmer gehört dem Vorstandsgremium als Vertreter des Vereins „Eine Welt in Sittensen“ (EWiS) an.

Einstimmig haben sich die anwesenden, rund 20 Mitglieder dafür ausgesprochen, dass der Präventionsrat um Vertretende der Jugendfeuerwehr der Samtgemeinde Sittensen, der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Sittensen und des Jugendzentrums erweitert wird. Es sollen möglichst viele gesellschaftliche Gruppierungen abgebildet werden. Ansonsten setzt sich der Rat aus Vertretenden der Sportvereine, Kirchen, Justiz, Kindergärten, Wirtschaft, politischen Fraktionen und Gruppierungen und der Suchtkrankenhilfe zusammen.

Zudem soll es künftig möglich sein, Einladungen elektronisch per Mail versenden zu können. Damit einher geht eine Änderung der Richtlinien für die Tätigkeit des Präventionsrates, diese muss der Samtgemeinderat noch formal beschließen.

Derzeit gibt es innerhalb des Gremiums die Arbeitsgruppen Sicherheit sowie Kinder und Jugend. Die Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, „gemeinsame Projekte für mehr Sicherheit, gesundes Leben und allgemeines Wohlbefinden für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen vor Ort“ zu entwickeln. Dafür wollen sie Ansprechpersonen sein. „Wir brauchen aber eine breite Basis“, machten Ulrich Stabenau und Stefan Miesner ein ums andere Mal deutlich. Das ist ein Knackpunkt. So hat zum Beispiel von gut 40 Eingeladenen nur etwa die Hälfte an der Sitzung teilgenommen.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist ein zentrales Thema. Denn: Die Arbeit und das Engagement des Gremiums müssen bekannter werden, damit sich noch mehr Menschen engagieren. „Der Präventionsrat muss sich mehr Sichtbarkeit geben. Es wird deutlich mehr Power gebraucht, denn ein solches Gremium ist total wichtig. Das Themenfeld ist weit gefächert. Die Arbeit muss spürbar werden“, gab Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller zu verstehen.

Miesner wies darauf hin, dass es möglich sei, auch projektbezogene Themen zu initiieren. Vorschläge aus der Öffentlichkeit seien ebenso immer willkommen.

Der Samtgemeindebürgermeister hatte bereits Anregungen parat. So sprach er die Ampelsituation bei der Grundschule Sittensen an der Bahnhofstraße an, die eine potenzielle Gefahrenquelle darstelle. „Schülerlotsen können dort nicht eingesetzt werden, aber ehrenamtliche Erwachsene, die verlässlich morgens und mittags dort stehen. Dazu bedarf es auch eines Dienstplanes“, wandte er sich an das Gremium. Handlungsbedarf sieht er auch bei der Aufklärung von Jugendlichen und Eltern zum Thema Drogenkonsum. Aus den Reihen der Präventionsratsmitglieder wurde die Reaktivierung eines Kinderferienprogrammes angeregt. Über die Samtgemeinde-Homepage könnte eine zentrale Plattform für das Sammeln von Angeboten geschaffen werden. Organisation und Ablauf der Veranstaltungen müssen von den Anbietenden selbst übernommen werden.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass es gilt, Probleme frühzeitig zu erkennen, präventive Maßnahmen anzuregen und zu fördern sowie sich mit verschiedenen Akteuren aus Verwaltung, Polizei, Jugendhilfe und Bürgern zu vernetzen. Foto Meyer

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