Landkreis Rotenburg. Die Polizeiinspektion Rotenburg stellt die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Berichtsjahr 2025 vor. Die Statistik bildet alle der Polizei bekannt gewordenen Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Rotenburg ab und stellt damit ein wichtiges Instrument zur Bewertung der Sicherheitslage im Landkreis dar.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 8.645 Straftaten registriert. Gegenüber dem Jahr 2024 (9.297 Fälle) entspricht dies einem Rückgang um 652 Taten beziehungsweise 7,01 Prozent. Bereits im Jahr 2024 war ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen um 10,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2023 verzeichnet worden. Damit setzt sich der rückläufige Trend der Gesamtkriminalität im Landkreis Rotenburg fort.
Die Aufklärungsquote konnte im Jahr 2025 gleichzeitig deutlich gesteigert werden und liegt bei 67,32 Prozent. Im Vorjahr lag diese noch bei 64,34 Prozent. Innerhalb der Polizeidirektion Lüneburg verzeichnet die Polizeiinspektion damit die zweithöchste Aufklärungsquote und liegt über den Werten der PD Lüneburg (64,61 Prozent) und des Landes Niedersachsen (62,72 Prozent).
Kriminalitätsbelastung: Landkreis Rotenburg weiterhin eine der sichersten Regionen
Die aktuelle Entwicklung bestätigt damit den Trend einer insgesamt rückläufigen Kriminalität im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Rotenburg. Ein zentraler Indikator für die Sicherheit im Landkreis ist die Häufigkeitskennzahl, ein statistischer Wert, der die Kriminalitätsbelastung einer Region vergleichbar macht. Sie gibt an, wie viele Straftaten theoretisch auf 100.000 Einwohner entfallen. Entsprechend zeigt sie die Wahrscheinlichkeit auf, in einem bestimmten Gebiet Opfer einer Straftat zu werden.
Im Berichtsjahr 2025 sank dieser Wert für die Polizeiinspektion Rotenburg auf 5.211 (Vorjahr: 5.519). Damit liegt die Kriminalitätsbelastung im Landkreis nicht nur deutlich unter dem Durchschnitt der Polizeidirektion Lüneburg (5.697), sondern auch signifikant unter dem landesweiten Wert für Niedersachsen (6.329). Dieser erneute Rückgang unterstreicht die hohe objektive Sicherheit in der Region; das Risiko, im Landkreis Rotenburg Opfer einer Straftat zu werden, ist im Vergleich zum Vorjahr sowie zum Landesdurchschnitt weiter gesunken. Der Landkreis Rotenburg (Wümme) gehört damit auch weiterhin zu den sichersten Regionen Niedersachsens.
„Sicherheit ist ein hohes Gut. Im Landkreis Rotenburg leben wir diesen Anspruch täglich. Der erneute Rückgang der Häufigkeitszahl zeigt, dass das Risiko, hier Opfer einer Straftat zu werden, im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesunken ist. Wir behaupten damit unsere Position als eine der sichersten Regionen im Land – ein Verdienst der engen Verzahnung von präventiver Polizeiarbeit und konsequentem Ermittlungsdruck“, so Dieter Klingforth, Leiter der Polizeiinspektion Rotenburg.
Struktur der Tatverdächtigen: Rückgang bei Erwachsenen, Anstieg bei Kindern
Im Jahr 2025 konnte die Polizeiinspektion Rotenburg insgesamt 4.484 Tatverdächtige ermitteln, was einem leichten Rückgang von 1,62 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2024: 4.558 Personen). Während die Zahl der erwachsenen Tatverdächtigen um 3,14 Prozent auf 3.429 sank und die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen um 3,74 Prozent auf 412 sank, verzeichnete die Polizei bei den Kindern unter 14 Jahren einen deutlichen Zuwachs von 12,45 Prozent auf nunmehr 271 Personen. Auch bei den Heranwachsenden stiegen die Zahlen leicht an (+6,59 Prozent). Von den 4.484 Tatverdächtigen waren 3.130 deutsch und 1.354 nichtdeutsch. Der Großteil der Tatverdächtigen lebte direkt in der jeweiligen Tatortgemeinde. Einen signifikanten Rückgang von über 41 Prozent verzeichnete die Polizei hingegen bei Tatverdächtigen mit Wohnsitz außerhalb des Bundesgebietes.
Wirtschaftlicher Schaden: Anstieg trotz sinkender Fallzahlen
Die durch Kriminalität verursachte Schadenssumme im Landkreis Rotenburg stieg im Berichtsjahr 2025 auf insgesamt 10.663.156 Euro an. Dies entspricht einer Zunahme von rund fünf Prozent und 511.104 Euro gegenüber dem Vorjahr.
Fazit und Ausblick
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 der Polizeiinspektion Rotenburg zeichnet ein überaus positives Bild der Sicherheitslage im Landkreis. Mit insgesamt 8.645 erfassten Straftaten wurde ein deutlicher Rückgang der Kriminalität um 7,01 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Dieser Wert liegt nicht nur unter dem zehnjährigen Mittelwert von 9.165 Taten, sondern markiert auch einen der niedrigsten Stände im Langzeitvergleich. Besonders beeindruckend ist die Aufklärungsquote: Mit 67,32 Prozent konnte die Polizeiinspektion Rotenburg ihre Ermittlungsstärke weiter ausbauen und belegt damit den zweithöchsten Wert innerhalb der gesamten Polizeidirektion Lüneburg.
Trotz dieser erfreulichen Bilanz und der Tatsache, dass der Landkreis Rotenburg weiterhin zu den sichersten Regionen gehört, versteht die Polizeiinspektion diese Ergebnisse als Verpflichtung für die Zukunft. Die Polizei wird auch künftig mit konsequenten Ermittlungen und schwerpunktorientierter hoher Präsenz gezielt gegen jede Form der Kriminalität vorgehen. Ein wesentlicher Pfeiler bleibt dabei die engagierte und professionelle Ermittlungs- und Präventionsarbeit, um die Bürgerinnen und Bürger vor neuen Kriminalitätsphänomenen zu schützen und das hohe Sicherheitsniveau im Landkreis nachhaltig zu festigen.