Sittensen. Wie haben Flüchtlingsfamilien nach dem Zweiten Weltkrieg in Tiste Fuß gefasst, und wie erlebten ihre Kinder die ersten Nachkriegsjahre? Diesen Fragen widmet sich eine Veranstaltung des Heimatvereins der Börde Sittensen am Samstag, 7. November, 14 Uhr, im Heimathaus.
Bei Kaffee und Kleingebäck soll Raum für Begegnungen und einen regen Austausch sein. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber gern gesehen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Einmal im Jahr im Herbst gibt der Heimatverein Menschen, die als Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs in die Börde kamen oder ihren Nachfahren Gelegenheit, ihre Familiengeschichten zu erzählen und persönliche Erinnerungen lebendig zu halten. In diesem Jahr ist Brigitte Wege, geborene Schmidt, zu Gast. Sie lebt heute in Dautphetal in Hessen und reist eigens für diesen Nachmittag in ihre frühere Heimat.
Sie wird die Fluchtgeschichte ihrer Eltern und ihrer Familie schildern und die Zuhörenden mit auf eine Reise in ihre eigene Kindheit und die ersten Schuljahre in Tiste nehmen. Grundlage dafür ist ihr rund 80-seitiges Büchlein „Grüne Baracke und blauer Himmel – Erinnerungen an Tiste in den 1950er Jahren.“