Bremervörde/Zeven. Sterbende Menschen achtsam zu begleiten und Angehörige in einer schweren Lebensphase zu unterstützen: Diese wichtige Aufgabe steht im Mittelpunkt des Vorbereitungskurses „Sterbende begleiten lernen“ nach dem Celler Modell, den der Hospizdienst Bremervörde-Zeven ab September anbietet.
Der Kurs richtet sich an Menschen, die sich ehrenamtlich im ambulanten Hospizdienst Bremervörde-Zeven engagieren möchten und sich intensiver mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinandersetzen wollen. Er umfasst 100 Unterrichtsstunden. In mehreren Modulen vermittelt der Vorbereitungskurs sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Kompetenzen für die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen.
Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie: Was brauchen sterbende Menschen wirklich? Wie kann ich zuhören, da sein und aushalten? Welche Rolle spielen Abschied, Spiritualität und persönliche Haltung? Neben Kommunikation, Selbstreflexion und der Umgang mit eigenen Grenzen werden auch pflegerische und medizinische Grundkenntnisse thematisiert.
Interessierte erhalten auf einem unverbindlichen Informationsabend am Donnerstag, 13. August, 19 Uhr, im Gemeindehaus Selsingen, Hauptstraße 14, die Gelegenheit, die Arbeit des Hospizdienstes, Inhalte und Termine des Kurses sowie die Koordinatoren Thorsten Stucke und Elsabeth Horlboge kennenzulernen.
Weitere Informationen zum Kurs sowie den Kursterminen telefonisch unter: 0160-90330685 und online unter: www.hospizdienst.org/aktuelles
Das Celler Modell, auf dem der Kurs basiert, legt besonderen Wert auf eine ganzheitliche Sichtweise: Der Mensch wird in seiner körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Dimension wahrgenommen, dabei orientiert es sich an zwei biblischen Berichten. Die Teilnehmenden profitieren von einem geschützten Rahmen, in dem Austausch, praktische Übungen und persönliche Erfahrungen Raum haben.
Der Hospizdienst Bremervörde-Zeven begleitet seit 1997 sterbende Menschen und ihre Angehörigen ambulant und kostenfrei. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dabei eine tragende Säule der Hospizarbeit. Der Vorbereitungskurs bildet die Grundlage für dieses verantwortungsvolle Engagement. Foto Hospizdienst