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Haushalt der Gemeinde: Hohe Steuereinnahmen führen zu hohen Abgaben

Sittensen. Die Steuereinnahmen der Gemeinde Sittensen sind in den letzten Jahren sukzessive gestiegen. Von 2022 bis 2026 hat bei der Gewerbesteuer nahezu eine Verdoppelung stattgefunden. „Zwölf Millionen Euro sind schon eine Hausnummer. Wir haben eine starke Wirtschaft. Ein bärenstarkes Ergebnis für eine Kommune in unserer Größenordnung“, wusste Gemeindedirektor Jörn Keller bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfes, den die Verwaltung aufgestellt hat, mitzuteilen.

Aber: Bei aller Freude über dieses positive Ergebnis gibt’s einen bitteren Wermutstropfen. Denn: Letztlich verbleibt von den Einnahmen nicht viel bei der Gemeinde, da der größte Teil über die Umlagen an die übergeordneten Instanzen – Samtgemeinde, Landkreis – abgeführt werden muss. „Je höher die Einnahmen, um so mehr muss abgegeben werden“, verdeutlichte der Gemeindedirektor.

Die Samtgemeinde Sittensen hat zwar ihre Umlage um einen Punkt gesenkt, der Landkreis hingegen seine um drei Punkte erhöht. „Wir sind in unserer Handlungsfähigkeit eingeschränkt und können keine großen Projekte ausführen. Nur das, was gemacht werden muss. Der Haushalt hat ein strukturelles Problem. Die Fachausschüsse müssen ihre Beratungen mit Augenmaß gestalten“, bedeutete auch Ausschussvorsitzender Thomas Miesner.

Das Defizit im Ergebnishaushalt von knapp zwei Millionen Euro kann zwar durch die Rückklagen ausgeglichen werden, aber diese sind nicht endlich und werden in den nächsten vier Jahren fast aufgebraucht sein.

„Insgesamt führt das dazu, dass für alle Aufgaben der Gemeinde Sittensen wie Bauhof, Gebäude, Personal, gerade noch eine Million Euro zwischen Einnahmen und Ausgaben übrigbleibt, um alles zu bezahlen. Das wird nicht ausreichen“, konstatierte auch Ausschussmitglied Alfred Flacke. (hm)

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