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A-cappella: „Les Brünettes“ beeindrucken beim Auftritt in der Kirche

Sittensen. Das weibliche A-cappella-Ensemble „Les Brünettes“ blickt auf über 15 Jahre Musik, Freundschaft und preisgekrönte Auftritte zurück. Juliette Brousset, Stephanie Neigel, Julia Pellegrini und Lisa Herbolzheimer haben sich mit ihrem markanten Sound als eine der führenden, weiblichen A-cappella-Gruppen etabliert.

Im Rahmen der Jubiläumstour „15 Jahre Les Brünettes“ hat das Quartett mit seinem „Best Of-Programm“ Samstagabend auf Einladung der St. Dionysius-Stiftung Sittensen in der St. Dionysius-Kirche gastiert. Mit Erfolg: Das Publikum ließ sich gerne mitnehmen von den ausdrucksstarken Stimmen der vier Sängerinnen auf eine „musikalische Reise durch die Bandgeschichte“ und sparte am Ende nicht mit Applaus.

Stiftungsvorsitzender Günter Holst freute sich über die gut gefüllte Kirche, „denn mit jeder verkauften Eintrittskarte wird Gutes getan.“ Mit ihren Konzerten bereichert die Stiftung nicht nur die kulturelle Szene in der Börde Sittensen, sondern unterstützt mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital Aufgaben der Kirchengemeinde, insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit.

„Les Brünettes“ sind bekannt dafür, mit Leidenschaft und Energie auf der Bühne zu agieren. Sie haben fünf Alben veröffentlicht, erfolgreiche Konzerte gegeben, Preise gewonnen und „nebenbei“ Familien gegründet.

Während ihrer Auftritte plaudern sie auch „aus dem Nähkästchen.“ Denn in der 15-jährigen Bandgeschichte haben sie viel erlebt. So erfuhr das Sittenser Publikum, dass die musikalischen Anfänge nicht leicht waren: „Den ersten Auftritt bei einem Wettbewerb in einer Bar in Finsterwalde haben wir mal so richtig verkackt.“

Die vier Künstlerinnen bedienen einen Mix aus Jazz, Pop und eigenen Interpretationen. In der St. Dionysius-Kirche waren besondere „Songperlen“ zu hören – auch mal begleitet von Beatbox und Body Percussion.

Im ersten Teil gestalten sich die Lieder als eine Hommage an die Frauen.  Ob Edith Piafs dröhnender „Motorradfahrer“-Chanson „L’Homme à la moto“, das amerikanische Volkslied „Sea line Woman“ oder ein modernes Pop-Arrangement der Sängerin Beyoncé. Das Publikum wird eingebunden, reagiert in Sittensen zunächst etwas verhalten, aber den Künstlerinnen gelingt es mit Charme und Lockerheit, dass die Gäste „auftauen.“  

Im zweiten Teil kommen auch Beatles-Klassiker wie „Let it be“ oder „Penny Lane“ – dabei werden originale Straßengeräusche eingespielt – zu Gehör: interpretiert im „eigenen Brünettes-Gewand.“ Und eben diese besonderen Interpretationen machen ein Konzert mit den „Les Brünettes“ aus.  

In ihren Eigenkompositionen transportieren die Künstlerinnen gerne eine Botschaft. Dazu gehört das Stück „Spieglein, Spieglein“, in dem es darum geht, sich anzunehmen wie man ist und einen Aufruf zu mehr Selbstliebe und weniger Selbstkritik mitbringt. Eben noch fröhlich und witzig gelingt den Sängerinnen sogleich der Wechsel zu fokussiert dargebotenem Gesang, der mit glasklarer Klangfarbe beeindruckt.

Am Ende des gelungenen Konzertabends ist spätestens klar, warum „Les Brunettes“ mit vielen Preisen ausgezeichnet sind. Das beweisen sie nochmals eindrucksvoll bei den geforderten Zugaben mit dem deutschen Volkslied „Die Gedanken sind frei“ und dem berührenden John Lennon-Hit „Imagine.“  (hm) Fotos Meyer

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