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Anrufsammeltaxi wird kaum genutzt

Sittensen. Das Projekt des Anrufsammeltaxis des Landkreises Rotenburg/Wümme (ASTROW) läuft auch in der Samtgemeinde Sittensen. Ziel ist es, den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu gestalten und die Lücke zwischen Haustür und Hauptverkehrslinie zu schließen.

Für die Sittenser Samtgemeinde bedeutet das, den Anschluss ins Grundzentrum und an den Ostesprinter zu ermöglichen. Auf Initiative von Samtgemeinderatsmitglied Bernd Petersen kam das Thema während der jüngsten Sitzung zur Sprache. Er plädiert dafür, das Anrufsammeltaxi mehr zu bewerben, sei es durch die Verteilung von Flyern und durch das Einstellen auf die Homepage der Samtgemeinde.

Das Angebot ist seines Erachtens nicht genug bekannt und könnte zudem „eine kleine Nische zum öffentlichen Personennahverkehr“ darstellen. Er verwies auf die Samtgemeinde Bothel, wo das Projekt sehr gut funktioniere. Dort wird allerdings ein Anschluss nach Rotenburg ermöglicht. Torsten Rathje hält das Angebot zum einen nicht für preislich attraktiv, zum anderen hält er es für geboten, lieber darüber nachzudenken, wie man von Sittensen in die Kreisstadt, zum Beispiel zum Krankenhaus oder zum Bahnhof, kommen kann. „Da gibt es von hier aus keine öffentliche Verbindung“ verdeutlichte er.

Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller ließ wissen, dass die Fahrgastzahl des Anrufsammeltaxis in der Börde „gleich Null“ beträgt. Eine Fahrt kostet vier Euro. Er bemängelt grundsätzlich das Konzept. Angefahren werden nur die Orte, die keinen Zugang zum Ostesprinter haben. Das sind Wohnste, Vierden, Ippensen, Nüttel, Freetz, Lengenbostel, Klein Meckelsen. Die Anrufsammeltaxis fahren an sechs Tagen die Woche, montags bis samstags und können in der Zeit zwischen 8 bis 19 Uhr gebucht werden. Die Abfahrt erfolgt zu den im Fahrplan angegebenen Zeiten, die Fahrten müssen spätestens eine Stunde vor Fahrbeginn unter der ASTROW-Telefonnummer (04261) 983-1111 des Landkreises vorab angemeldet werden.

Der Tenor im Rat war gleich: Das Angebot wird als zu teuer angesehen, in den Dörfern werden Mitfahrgelegenheiten nach Sittensen über die Nachbarschaftshilfe geregelt. Dirk Detjen verwies noch darauf, dass die Samtgemeinde bereits den Ostesprinter mit 40.000 Euro pro Jahr bezuschusst. „Wir müssen uns einfach eingestehen, dass das Angebot nicht wahrgenommen wird und sollten es daher einstellen lassen.“ Ein Verweis auf der Homepage der Samtgemeinde soll aber zunächst noch erfolgen. (hm)

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