Rotenburg (Wümme). Menschen mit chronischen Wunden haben meistens einen langen Leidensweg hinter sich. Um die Beeinträchtigungen von Betroffenen und Möglichkeiten zur Hilfe vorzustellen, beteiligt sich das zertifizierte Wundzentrum im Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg am Chronic Wounds Awareness Day (CWAD) der Initiative Chronische Wunden am Mittwoch, 24. Juni, von 9 bis 12 Uhr in der Eingangshalle.
Die barrierefreie Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Beeinträchtigungen, die Menschen mit chronischen Wunden erfahren müssen, können sich negativ auf den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen auswirken. Wundgeruch und durchnässte sowie unbequeme Verbände sind nur ein paar Beispiele. Viele dieser Aspekte begünstigen sozialen Rückzug und Isolation. Eine weitere Belastung für die Betroffenen ist unter anderem die Abhängigkeit von anderen Menschen, unter anderem einem ambulanten Pflegedienst.
Der Begriff der Pflegebedürftigkeit hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Vor allem richtet sich Pflege nun stärker darauf aus, die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen möglichst lange zu erhalten und zu fördern. Menschen mit chronischen Wunden sollten direkt oder indirekt unterstützt werden, die Auswirkungen ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen in verschiedenen Lebensbereichen zu bewältigen. Selbstversorgung hat höhere Priorität. Um das zu gewährleisten, brauchen Menschen mit chronischen Wunden und ihre Angehörige ausführliche Aufklärung, Beratung und Anleitung im Umgang mit den Wundverbänden. Aus diesem Grund stellt das Team des zertifizierten Wundzentrums unter ärztlicher Leitung von Omar Shek am Diakonieklinikum am Aktionstag Informationen bereit für Menschen mit chronischen Wunden und deren Angehörigen. Im Fokus stehen die Förderung der Selbstständigkeit und das Erkennen vorliegender Ressourcen zur Selbstpflegekompetenz.