Sittensen. „parkrun“ ist eine weltweite Gemeinschaftsinitiative, die jeden Samstag um 9 Uhr dazu einlädt, in einer entspannten und einladenden Atmosphäre gemeinsam mit anderen Teilnehmenden fünf Kilometer zu laufen, walken oder zu gehen. Die wöchentlichen „parkruns“ werden im Namen der globalen Wohltätigkeitsorganisation „parkrun Global“ durch engagierte, freiwillige Helfende organisiert. Die Teilnahme ist kostenlos. Es geht dabei nicht um den Wettkampf oder eine bestimmte Zielzeit, sondern um die Freude an der Bewegung und der Gemeinschaft.
Start am 4. Juli bei der Waldbühne im Königshof
Derzeit gibt es 75 „parkruns“ im ganzen Land. In Sittensen möchte nun Eleanor Köhlmoos diese Aktion ins Leben rufen. Los geht’s am 4. Juli. Gestartet wird an der Waldbühne im Königshof. Die Route führt im weiteren Verlauf am Golfplatz vorbei, über die Brücke zum Abenteuer-Spielplatz, über die Ramme-Brücke und noch ein gutes Stück geradeaus. Dann wird eine Wendung vorgenommen, und es geht über die gleiche Strecke zurück zum Startpunkt an der Waldbühne.
„parkrun ist positiv, einladend und inklusiv, es gibt kein Zeitlimit und niemand kommt als Letztes ins Ziel. Alle sind willkommen, dabei zu sein“, ruft Köhlmoos zum Mitmachen auf.
Wie die Idee entstanden ist? „Ich bin gebürtige Irin und zweimal jährlich zu Besuch bei Familie und Freunden in Irland. Dort ist der parkrun sehr erfolgreich. Rund zehn Prozent der Bevölkerung macht mit“, weiß Köhlmoos zu erzählen. Seit 1984 lebt sie in Deutschland, seit 28 Jahren mit ihrem Ehemann in Sittensen.
Die Strecke, die in Sittensen beim „parkrun“ gelaufen werden soll, wurde vorher genauestens in Augenschein genommen. Auch vor jedem Lauf wird sie aus Sicherheitsgründen inspiziert, um mögliche Gefährdungssituationen auszuschließen.
Unterstützung hat sie von Sebastian Dierks aus Norderstedt bekommen, der dort das Lauf-Angebot, dessen Konzept aus England stammt und 2004 gestartet ist, bereits erfolgreich etabliert hat.
Die Teilnehmenden laufen oder gehen die Strecke und werden von Streckenposten zum Ziel geleitet. Die Ergebnisse werden auf der Parkrun-Website hochgeladen, wo auch verschiedene Statistiken erstellt werden. „Es werden zwar Zeiten genommen, aber nur für die eigene Motivation. Die Ergebnisse werden nicht publik gemacht“, betont Köhlmoos.
Weitere Helfende willkommen
Örtliche Vereine und Institutionen haben ebenfalls bereits ihre Unterstützung zugesichert. Dazu zählen der VfL Sittensen, die DLRG-Ortsgruppe oder der Seniorenbeirat und die Grundschule. Weitere helfende Hände sind immer willkommen, denn bei den Läufen werden Streckenposten, Zeitnehmende und Laufbegleitungen benötigt.
Für Eleanor Köhlmoos steht die Freude an der Bewegung im Vordergrund. „Es geht nicht um Leistungsdruck, sondern um Zusammenhalt, Miteinander und gegenseitige Unterstützung“, verdeutlicht sie. Auch der Inklusionsgedanke steht hinter dem Projekt.
Ob als Familie, im Freundeskreis oder als Teil der offenen Gemeinschaft: Beim gemeinsamen Laufen, Walken, Helfen und Anfeuern können Begegnungen entstehen, die generationsübergreifend verbinden. So soll „parkrun“ ein Ort sein, an dem alle dazugehören. „Es sind immer die Menschen, die parkrun zu dem machen, was es ist. Nämlich etwas ganz Besonderes“, geben die Verantwortlichen zu verstehen.
Interessierte können sich auch online unter https://www.parkrun.com.de/koenigshof über die Aktion informieren. (hm) Foto privat