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Samtgemeinderat verabschiedet positiven Haushalt – Sportförderung wieder aufgenommen

Sittensen. Der Rat der Samtgemeinde Sittensen hat den Haushalt 2026 einstimmig genehmigt. Das Zahlenwerk stellt sich denn auch mit einem Plus von 223.800 Euro positiv dar. Ein erfreuliches Ergebnis, das die Senkung der Samtgemeinde-Umlage um einen Punkt von 66 auf 65 von Hundert mit sich bringt. Trotz aller Freude sind sich die Ratsmitglieder einig, dass weiterhin Augenmaß geboten ist.

Der Weg zu diesem positiven Ergebnis war holperig.  „Es handelt sich um den letzten Haushalt in dieser Legislaturperiode und auch in meiner ersten Amtszeit. Die ersten zwei Jahre hatten wir eine ordentliche Schieflage, so dass ich dem Haushalt nicht zustimmen konnte. Wir haben es gemeinsam hinbekommen, dass die Zahlen nun gut aussehen und wir deutlich handlungsfähiger sind. Infrastrukturell sind wir gut aufgestellt. Noch besser wäre es jedoch, wenn Bund und Land das vollständig bezahlen würden, was sie bestellen. Gerade im Bereich der Kitas und der Ganztagsbetreuung werden die geforderten Umsetzungen nicht auskömmlich erstattet“, verdeutlichte Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Detjen schickte ebenfalls eine Mahnung hinterher: „Auch die Einnahmenseite muss stimmen. Wir haben ein gutes Steuereinkommen durch einen starken Mittelstand, müssen aber die Situation im Blick haben. Wir haben bewiesen, dass wir im Samtgemeinderat gut zusammenarbeiten können. Nach zwei schwierigeren Anfangsjahren hat es sich hingeruckelt. Auch die Ausschüsse haben gut gearbeitet und trotz der guten Zahlen Sparsamkeit walten lassen.“

Lob für Kämmerer

Lobende Worte für seine Arbeit gingen an Kämmerer Holger Voges: „Holger weiß immer Bescheid. Die Zahlen schüttelt er mal eben locker aus dem Ärmel. Ohne ihn würden wir hier ganz alt aussehen“, so Keller voll des Lobes. Dem schlossen sich die Fraktionsvorsitzenden uneingeschränkt an. Detjen ließ auch den Samtgemeindebürgermeister nicht unerwähnt: „Es wurde eine sehr gute Grobplanung gemacht.“

Der Haushalt 2026 weist im Ergebnis an Erträgen 23.744.400 Euro, an Aufwendungen 23.520.500 Euro aus.  Das Investitionsvolumen beläuft sich auf knapp zehn Millionen Euro, der Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahmen ist auf 8,5 Millionen Euro festgesetzt. „Die dicken Brocken, vor allem im Kita- und Schulbereich, sind fertig. Allerdings ziehen eigene Gebäude auch immer Unterhaltungskosten nach sich. Für die alte Turnhalle bei der Ostetalschule müssen wir Millionenbeträe in die Hand nehmen. Je mehr Gebäude wir haben, desto mehr Unterhaltungskosten fallen an. Noch haben wir eine hohe Steuerkraft und können hoffen, dass die Wirtschaft nicht stagniert“, gab Dirk Detjen zu verstehen. „Die Samtgemeinde Sittensen ist ein guter Standort für die Wirtschaft, dass belegt auch die Erwähnung der Samtgemeinde im Magazin „Capital“ der Bertelsmann-Stiftung zu den 100 besten Lagen in Deutschland“, ergänzte Bernd Petersen.

Wiederaufnahme der Sportförderung

Nach einem Antrag der WFB-Fraktion ist die Sportförderung für Vereine der Samtgemeinde Sittensen mit einhelligem Votum wieder in den Haushalt 2026 aufgenommen worden. In der letzten Haushaltsplanung war diese freiwillige Leistung aufgrund von Sparmaßnahmen gestrichen worden. Bernd Petersen hatte eingangs der Abstimmung darauf hingewiesen, dass die Sportförderung „eine elementare Grundlage für die Vereine darstellt und hilft, die Mitgliedsbeiträge bezahlbar zu machen und Sport treiben zu können. Mit der Wiedereinführung geht nicht nur eine finanzielle Unterstützung der Vereine, sondern auch eine Wertschätzung der ehrenamtlichen Übungsleiter einher.“ Der Rat habe viel Kritik für die Streichung der Zuwendung einstecken müssen, erinnerte Torsten Rathje. „Wir tragen nun unserem Versprechen Rechnung, die Sportförderung wieder aufzunehmen, wenn es die finanzielle Lage zulässt.“

Mehrheitlich nicht entsprochen wurde dem Antrag von Jürgen Sausmikat, die Sportförderung, die für die jeweiligen Vereine nach ihrer Mitgliedszahl errechnet wird und insgesamt auf 20.000 Euro festgesetzt ist, auf volle Euro-Beträge aufzurunden. „Auch wenn wir damit etwas über unser Limit kommen, aber mit unserem gut aufgestellten Haushalt ist das vertretbar“, befand Sausmikat. Detjen argumentierte dagegen: „Wir haben das Limit festgesetzt, die Berechnung ergeben nun mal krumme Beträge. Es ist schon positiv, dass wir die Förderung wieder auflegen. Auch der Samtgemeinde-Ausschuss hat das so beschieden.“ (hm)

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